…for the first time, 21. Jan. 2015

ZUM ERSTEN MAL IN MEINEM LEBEN HABE ICH MICH GETRAUT. Ich weiß – ‚getraut‘ hört sich ein wenig unpassend an. Denn: was muss man sich trauen? Naja, ich bin noch nie eine Beziehung eingegangen…. ich habe mir immer gesagt: >>Niemals, solange du dir nicht sicher bist. Solange es sich nicht richtig anfühlt.<< Es gab schon viele Situationen, in denen sich mir die Gelegenheit geboten hätte… ich habe viele schöne Erinnerungen an Momente mit vielen besonderen Frauen. Aber nur, weil man verliebt ist, nur, weil man jemanden anziehend findet und man mit der Person vielleicht pausenlos Sex hat… deshalb ist das für mich noch keine Beziehung. Bzw. ist es das nicht wert, eine einzugehen. Und ich war immer sehr streng bei dem Thema. Ich konnte es nicht leiden, wenn mir Menschen von ihren ‚Beziehungen‘ erzählten, die sie für vier Wochen eingingen, nachdem sie sich bloß drei Wochen kannten und dann schlussendlich nach zwei Wochen wieder neue Menschen kennen lernten, mit denen dieselbe Spirale anfing. Sowas mag ich nicht. Sowas verstehe ich nicht. Wenn man eine Beziehung eingeht (ich rede von einer Liebesbeziehung, denn Beziehungen in der Hinsicht hat jeder Mensch zu jedem), dann übernimmt man Verantwortung. Man steht zu seinen Gefühlen… und für mich reicht ein bloßes „verliebtsein“ in einer Beziehung nicht aus. Es muss dieses eine sein, was man nicht und niemals benennen kann.

Ach, c’est pareille.

Auf jeden Fall kann ich nur sagen: ich fühle mich gut. Irgendwie. Es ist echt seltsam. Ich habe das Gefühl, mit mir selbst in einem vollkommenen Gleichgewicht zu sein. Ich bin weder überdreht, noch bodenlos traurig. Wenn mich etwas ärgert, dann tut es das eben; für den kurzen Moment, aber dann verfliegt es wieder. Ich fühle mich wirklich … tiefenentspannt. Ich habe das Gefühl, neben mir könnte ein Vulkan ausbrechen, und es würde mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich weiß es nicht, ob das die Gefühle zu Kora sind und deren Erwiderungen. Ich weiß nicht, ob es die Tatsache ist, dass ich bald endlich ausziehen werde und endlich auf eigenen Beinen stehe – das, was ich mir schon so lange gewünscht habe. Ich weiß nicht, ob es meine Arbeit ist, der ich so dankbar bin und die ich so gerne mache, ob es Morningstar ist, die schöne Stute, die morgen im Stall auf mich wartet. Nicht, ob es die Menschen sind, die ich momentan um mich herum habe… Weder das noch oder oder oder. Ich fühle mich einfach wohl und ich genieße es. Ich will ehrlich gesagt gar nicht wissen warum. Es interessiert mich nicht. Ich will es nicht analysieren, ich will es einfach so sein lassen. Es wird schon seinen Grund haben. Aber der ist nicht wichtig. Wichtig ist nur das Gefühl.

Dieses Wochenende wollte ich eigentlich gerne mal wieder nach ***, um *Marias Stammtisch zu besuchen. Maria lernte ich vor gut zwei Jahren bei Lesarion kennen. Zwischen uns ist sowas wie eine ‚platonische Freundschaft auf dritter Ebene‘ entstanden …. Sie hat meine immense ‚Verwandlung‘ mitbekommen. Das sagte sie auch letzte Woche, als wir uns nach einem Jahr wieder sahen. Sie sagte, sie sieht jetzt endlich das, von dem sie vor zwei Jahren schon wusste, dass ich es bin, nur dass dieses Ich sehr versteckt und eingemauert in meinem Inneren war. Fand ich irgendwie rührend. Ich umarmte sie dafür.
Ich umarme Menschen generell sehr gerne.
Umarmungen sind toll!

Am Wochenende sehe ich Karo wieder… und ich freue mich. Ich freue mich auf die Normalität, die sie mitbringen wird, auf die Liebe, die sie mir schenkt. Ich freue mich auf ihre Augen, die mein Gesicht mustern werden und von denen ich weiß, dass sie nur das Schöne in mir sehen werden. Ich werde ihre Lippen endlich wieder spüren, ihre Hände um meine Hüfte, ihre Wange an meiner. Ich werde endlich wieder bei ihr sein können. Und es wird sich anfühlen, als wenn das schon seit Jahren so wäre.

Ich erinnere mich gerade an etwas, was ich vor kurzem mal schrieb: – 29.Dez.2014

(…) Deshalb bin ich so verwirrt. Das bin ich nicht. Ich bin so anders. Ich bin ganz anders. Das, was ich schön finde, das, was ich liebe, das ist nicht das, wie ich mich verhalte – und trotzdem macht es mir Spaß. Ich träume davon, zum Abendessen eingeladen zu werden, mit Frau auf einem Bett zu liegen, sich Geschichten aus einem Buch vor zu lesen. Arm in Arm sich zärtlich über die Wange zu streicheln, Küsse auf den Hals gehaucht zu bekommen, mit den Fingern durch die Haaren zu kraulen, einfach nah sein. Seelische Intimität, ohne körperlicher Intimität. Sowas macht mein Herz warm. Der Frau, die ich irgendwann mal liebe, in die Augen zu sehen. So tief, so lange, dass ich eine Geschichte aus ihnen lesen kann. Ich möchte durch ihre Augen hören. Ich will nah an ihr liegen, so nah, dass ich ihr Herz spüre. Ich will mit meinen Fingerspitzen ganz zart jeden Winkel ihres Gesichtes abtasten, fühlen, wie schön sie ist, weil ich diese Schönheit sehe. Und bei Gott, die Frau, die ich liebe, die wird die schönste Frau dieser Welt sein. Es gäbe keinen anderen Menschen, dem ich meine Blicke schenken würde, meine Gesten, meine Zuneigung, meine Worte oder Gedanken. Nicht meine Leidenschaft und nicht mein treustes Verlangen. Ich bin eine sinnliche Frau. Ich war noch nie auf die Art und Weise verliebt. Es war nie „diese eine Liebe“. Aber ich weiß, und dafür lege ich meine Hände, meine Füße, mein Leib, meine ganze Seele ins Feuer – wenn ich liebe, dann liebe ich ehrlich!

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One thought on “…for the first time, 21. Jan. 2015

  1. Die erste Beziehung ist meist etwas besonderes. Halte sie dir gut fest, genieße die Zeit, lerne dich uns diese einzigartigen Momente kennen. Wobei ich glaube, dass du nicht mehr viel brauchst, um dich kennen zu lernen. Du bist so unfassbar weit für dein Alter…. vielleicht ist es das, was mich fesselt. Ich bin eigentlich keine Blogleserin. Ich verstehe eigentlich nicht, wieso man sowas macht. So intime, persönliche Gedanken zu veröffentlichen. Sich so bloß zu stellen: wie du sagst „Seelenstripteas“.. dieser Header trifft es wohl auf den Punkt.
    Aber ich bin dankbar, dass ich auf diese Seite gefunden habe. Sie öffnet mir ein neues Kapitel. Du bist der erste Mensch, den ich lese, und so tief und fein denkt. Du flüsterst mit deiner Seele…. ich verstehe auch, was du in deinem Beitrag „….was sich dreht, kommt immer an“ meinst, als du schreibst, du liest manchmal deine Texte im Nachhinein durch, und fragst dich: „Wann habe ich das geschrieben?“… sowas würde ich ganz einfach „Seelenschreiben“ nennen.. oder „Herzschreiben“….das ist nichts, was man sich aneignen, was man lernen kann. Das ist eine Gabe.
    Und das in so jungen Jahren….
    Ich freue mich, mehr von dir zu lesen.

    Faszinierte Grüße von Lotusblüte

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