Lejla ist verschwunden, 04. März 2015 (Teil 2)

… im Endeffekt war Lejla der einzige Grund, weshalb ich freiwillig in die Psychiatrie ging. Sie redete auf mich ein, versuchte mir verständlich zu machen, dass es ihr wichtig sei, dass es mir gut ginge. Und immer wieder sagte sie am Telefon: „Geh dahin, Eulchen.“ (Eulchen war von Anfang an ihr Spitzname für mich gewesen). Sie versprach mir, zu versuchen mich in der Klinik zu besuchen.
Ich hatte mir nie etwas sehnlicher gewünscht, als sie persönlich zu sehen. Ihre warme, nasale, seidene Stimme in real zu hören. Diese Magie, die mitschwingt, wenn sie lacht. So unglaublich warm. Für mich klang es immer wie Musik und ich habe noch nie mein Herz so zu einer Melodie tanzen fühlen, wie zu dem ihres Lachens.
Nach und nach entwickelte ich so eine Verbundenheit zu ihr, dass ich regelrecht besessen von ihr war. Ich schrieb ihr fast jeden Tag – auch wenn ich wusste, dass sie sich vielleicht mal mehrere Wochen nicht meldet. Aber ich wusste, sie liest meine Mails. Und das tat sie auch immer. Ich schrieb ihr über jedes gottverdammte Detail in meinem Leben und sie begleitete mich in den schwierigsten Phasen. Sie wurde mein Gewissen, mein Verstand. Alles was sie sagte, hörte, verstand, war für mich richtig. Ich hatte das Gefühl, sie wüsste besser wer ich bin, als ich selbst. Sie konnte die Geheimnisse meiner Seele spüren, die ich niemals hätte beschreiben können. Alles, einfach alles – jede meiner trostlosen Stimmungen, die mich in die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung trieben, weil ich nicht wusste, woher sie kamen, was sie waren. Und Lejla? Sie fasste meine Gemütslage in ein Wort. In ein einziges Wort. Und jedes Mal traf sie ins Schwarze. Ich fühlte mich auf einmal ‚gefüllt‘. Ich wusste plötzlich diese leere Traurigkeit in mir zu benennen… und schon war sie viel weniger schlimm. Jedenfalls greifbar. Etwas zum ansetzen.

Lejla besuchte mich allerdings natürlich nicht in der Klinik. Und ganz abgesehen davon, meldete sie sich zwei Monate nicht. Zwei Monate, in denen ich dachte, die ganze Zeit nicht zu überleben. In denen SIE der einzige Inhalt meines Tagebuches wurde (welches, ganz nebenbei, in zwei Monaten vollgeschrieben war). Kurz vor meiner Entlassung; ich weiß sogar noch das Datum: am 12.02.12 kam ein Anruf für mich in der Klinik ein. Lucas, ein sehr, sehr, SEHR schwul klingender Jugendlicher (den ich dank seiner Sprüche immer zum Schießen fand), hob ab und rief mich an den Hörer. Ich rechnete schon gar nicht mit Lejla. Ich war darauf gefasst, die Stimme meiner Mutter an der anderen Leitung zu hören. Ich ging ran, völlig gelassen und offen und rief: „Hi“, in den Hörer. Ich weiß sogar noch, dass ich in dem Moment im Aufenthaltsraum am Malen war. Es waren so komische, unförmige, bunte Geister, die sich über das ganze Blatt zogen. Dann hörte ich die Stimme, die das Fieber in mir ausbrechen lies: „Der klang ja weiblicher als du und ich“, was belustigt klang. Diese warme, nasale Stimme. Diese Geborgenheit und Zuversicht. Ich habe haufenweise Ansätze gebraucht, um ein Wort herauszubringen. Und alles, was ich sagen konnte, war ein keuchendes: „Lejla.“ Ich weiß heute noch, wie mir schwindlig wurde und ich dachte, der Raum um mich herum würde sich drehen. Genauso wie ich mein Herz so hoch und stark pochen hörte, dass ich meine Lippen fest aufeinander presste, aus Angst, es würde mir sonst aus dem Mund springen. Sie lachte leise – dieses Engelslachen!.

Nach dem Telefonat weinte ich. Ich weinte so sehr – vor Freude, vor purem Glück, dass sie mich doch nicht vergessen hatte.

Selbst nach der Klinik war sie immer noch präsent in meinem Leben. Sie war ein Teil von mir. Ich habe sie einfach verinnerlicht.
Ich liebe sie bis heute. Nicht, wie ich Kora liebe. Aber ich liebe sie auf eine besondere Art. Sie ist… sowas wie eine Seelenverwandte für mich.

Seit Oktober 2014 hat sie sich allerdings nicht mehr bei mir gemeldet. Ich schreibe ihr regelmäßig E-Mails, aber bekomme keine Antwort. Ich nehme an, das ist der Grund, dass es mir phasenweise nicht besonders gut geht. Sie fehlt mir. Sie fehlt mir furchtbar. Und ich kann nichts dagegen tun.

Ich sprach mit Kora darüber. Über Lejla und darüber, dass ich nicht verstehe, was es noch bringt, ihr zu schreiben. Ich meine, ich hoffe nach wie vor sehnsüchtig und verzweifelt, dass sie sich wieder bei mir meldet… aber langsam gebe ich auf.
Wie sagte Aurora damals so schön?
„Das Leben ist ein Fluss. Nichts, was man festhalten kann.“

Dank Aurora kam ich damals mit 14 zu meiner Therapeutin, die ich so ins Herz schloss.

In der Zeit, in der es mir so furchtbar ging, war ich häufig nachts weg. Nicht feiern oder sowas. Ich ging einfach raus in die Nacht, genoss die Kühle, die Stille, die Sterne.

Die Gewohnheit stammt daher:
2010 bekam ich meinen Hund – mein ein und alles! -, Lychee. Er sollte mein treuster Begleiter, meine hoffnungsvollste Liebe und ehrenhafteste Stütze werden. Ich hätte alles für diesen Hund getan!

Collage

An einem Abend, 2010 im Oktober war meine Mutter bis Spätabends arbeiten. Sie kam meistens erst um halb zehn Zuhause an. Lychee hätte schon längst Gassi gemusst, aber meine Mutter (GANZ typisch, wirklich!) hat die Leine so verlegt, dass ich sie einfach nicht finden konnte. Also beschloss ich mit ihm zu gehen, wenn sie ankam. Mein Papa war sowieso schon sehr unangenehm, weil es ihn richtig wütend machte, dass ich nicht mit Lychee ging. Aber was sollte ich tun? Lychee war erst 4 Monate. Ich hätte unmöglich schon mit ihm ohne Leine rausgehen können! Außerdem wollten die Nachbarskinder (damals noch Kleinen – herrje, wie sie gewachsen sind!), dass ich mit ihnen einen Film zusammen ansehe. Ich war schon länger nicht mehr bei ihnen gewesen und hatte es fest versprochen. So sagte ich also, dass ich noch zu den Kindern runter gehe und dann mit Lychee spazieren gehe, wenn meine Mutter da ist. Mein Vater sagte: „Wenn du das machst, schmeiß ich ALLE Tiere aus dem Haus!“ Ich haderte mit mir selbst, ob er das wirklich tun würde… dachte aber, dass er niemals dazu in der Lage wäre.
Ha, falsch gedacht.
Nach 30 Minuten klingelte es bei den Kleinen. Meine Oma (!!!), die die eigentlich alleine kaum eine Treppenstufe laufen kann (!!!), ist die zwei Stockwerke heruntergekommen, außer Atem und sagte: „Dein Vater hat die Tiere aus dem Haus geworfen!“
Ich war total schockiert. Panik keimte in mir auf! War die Eingangstür unten geschlossen???
Ich sah als erstes Krümelchen (unseren Perserkater, der ein Jahr später während meines Klinikaufenthaltes starb), den ich sofort hoch nahm und wieder rein brachte. Polly, die Katze von meiner verstorbenen Tante (!!!) irrte irgendwo vor der Tür zum Speicher herum. Lychee war vor unserer Haustür sitzen geblieben. Aber Quinti. Mein kleiner, schwarzer Panther (unser jüngster Kater) war weg! Ich lief runter und sah dass die Tür offen stand… Quinti war weg. Ich nahm Lychee auf den Arm und schrie zu meinem Vater in das Wohnzimmer, der seelenruhig auf der Couch vor dem Computer saß, dass ich ihn hasse. Er sprang förmlich auf, packte mich am Arm mit Lychee, den ich beinahe fallen ließ, und schubste mich grob aus der Wohnung: „Ich will dich hier nie wieder sehen. Du machst keinen Schritt mehr in diese Wohnung, hast du verstanden?“ Und knallte die Tür vor meiner Nase zu. Meine Oma war völlig hilflos. Ich weiß, sie hätte mir gerne geholfen. Aber wie denn? Sie ist so schwach!!! Also lief ich hoch vor die Speichertür, setzte mich hin, mit Lychee im Arm, und weinte leise. Ich war wütend, verletzt, ängstlich – und die Tatsache das Quinti weg war, machte die ganze Sache nicht unbedingt leichter.
Irgendwann, eine Stunde später, kam also meine Mutter. Ich fiel ihr um den Hals, erzählte ihr, was passiert sei, während sie die Tür aufsperrte. Aber alles was sie tat war, die Augen zu verdrehen und entnervt zu stöhnen, á la: Kaum bin ich aus der Arbeit, kommt schon der nächste Stress.
Ich trat mit ihr in die Wohnung und fragte sie nach der Leine von Lychee. Sie reichte sie mir gerade noch, bevor mein Vater wieder aus dem Wohnzimmer gestürmt kam, mich hart am Arm packte und aus der Wohnung schmiss. Er betonte jedes einzelne Wort, wie Gift, als er sagte: „Ich sagte: Ich will dich hier Nie.Wieder.Sehen!“
Und was tat meine Mutter? NICHTS! Absolut nichts!

Ich knurrte vor Wut und Verzweiflung erst auf, bevor ich in Tränen ausbrach, mit Lychee an der Leine und aus dem Haus stürmte. Ich wollte einfach weg. Es war mir herzlich egal, wohin. Aber auf keinen Fall wollte ich nach Hause. Also irrte ich in dieser kalten Oktobernacht mit meinem Welpen durch ganz P** … lief bis zu meiner Schule, durch den Stadtpark, hatte fürchterliche Angst vor den vielen betrunkenen Obdachlosen, die dort in einer kleinen Holzhütte Unterschlupf gesucht hatten…
Selbst Lychee zitterte schon vor Kälte.
Irgendwann sah ich eine verlassene Bushaltestelle. Dort verzog ich mich mit Lychee, hob ihn auf meinen Schoß, schloss ihn in meine dünne Jacke und versuchte mit ihm einzuschlafen. Aber es war einfach zu kalt, zu ungemütlich….
Jedenfalls, als ich nach einigen Stunden wieder bei der Kirche war (in der Nähe unseres Wohnviertels), traf ich auf meine Mutter, die mich mit dem Fahrrad überall gesucht hatte. Ich wollte weglaufen, aber tat es aus irgendeinem Grund doch nicht. Sie überredete mich einfach nur kühl wieder mit nach Hause zu kommen, mein Vater schliefe ja schon.

Nach diesem Erlebnis ging ich immer von zu Hause weg, wenn es mir nicht gut ging…. Meistens gegen 23:00 Uhr… manchmal sogar erst um Mitternacht. Und wegen eines Traumes, in dem ich von einem Monster verfolgt und von irgendeiner Frau gerettet wurde (indem sie diesem Monster/Zombie, den Kopf abriss), ging ich immer an die Stelle, wo ich in meinem Traum gerettet wurde. Wo diese Frau mich dann noch angelächelt hatte und ohne die Lippen zu bewegen zu mir sagte, ich wäre in Sicherheit, sie würde Hand über mir halten (oder so – ich erinnere mich an die Worte nicht mehr exakt).

Und an diesem Ort sah ich eben, dass eine Kinder- und Jugendpsychologin arbeitete. Da fing ich erst ernsthaft an mir Gedanken darüber zu machen, in Therapie zu gehen – mit 13.
Trotzdem, nie traute ich mich, die Nummer aufzuschreiben und dort mal anzurufen. Ich traute mich einfach nicht! Und irgendwann, da ich ja so oft dort war, lief ich immer wieder einer unwahrscheinlich schönen Frau über den Weg. Aurora. Sie war für mich der Engel auf Erden. Nein, SIE war für mich die Traumgestalt, die mich vor dem Bösen rettete. Sie war auch immer wieder mit einem kleinen Hund unterwegs. Nur deshalb kamen wir in Kontakt. Irgendwann lächelten wir uns immer wieder an, wenn wir uns sahen und ich kam immer häufiger an den Ort. Sogar tagsüber – obwohl ich den Tag damals hasste.
Die „Kleinen“ (Nachbarskinder) und ich, fanden in dem Innenhof von der Straße (Wo auch ein Grieche und ein englischer Kindergarten war), unser „Clubhaus“ – es war einfach nur eine Höhle aus Efeu, tief in der Erde zwischen einem Haus und einem Zaun.
Irgendwann bemerkte ich, dass diese Frau immer in dem Eingang verschwand, in dem ich das Schild der Psychologin las. So oft, dass ich dachte, SIE wäre die Psychologin.
Nach einigen Monaten (irgendwann vor den Pfingstferien), ich glaube im Januar, liefen wir uns wieder über den Weg, und ich brachte den Mut auf, sie anzuhalten und zu fragen, ob sie zufällig die Psychologin in dem Haus wäre.
Sie lächelte nur dieses wunderschöne Lächeln und sagte: „Nein“, dann sah sie mich eine Sekunde nachdenklich, fast besorgt an und meinte: „Wieso? Brennt dir etwas auf dem Herzen?“
Ich wurde genauso schnell wieder schüchtern, wie mir der Mut gekommen war. Ich schmunzelte, stutzte und zuckte die Schultern, bis ich schließlich doch ein Nicken zustande brachte. Sie lächelte mich aufmunternd an und meinte: „Aber ich glaube, ich bin ihr schon ein paar mal über den Weg gelaufen. Wenn du magst, kann ich sie mal für dich ansprechen.“
Ich sah sie völlig überrascht an.
„Wenn du möchtest.“
Ich nickte. Und war furchtbar dankbar.

Daraufhin sah ich sie fast einen Monat lang nicht. Ich war so oft dort, und so oft enttäuscht. Irgendwann gegen Mitternacht saß ich Zuhause. Dieser kontaktleere Raum zwischen mir und dieser jungen Schönheit ließ mir keine Ruhe. Also riss ich zwei, drei weiße Papiere aus meinem Schrank und schrieb drauf: „Ich suche eine Frau mit langen braunen Haaren und einem kleinen braunen Hund.“ Dazu schrieb ich noch meine damalige E-Mail-Adresse und machte mich auf den Weg zu meinem 10-Minuten entfernten Traumort.
Ich hing die „Flugblätter“ an die Tür, in der sie immer verschwand und lief wieder nach Hause.
Am nächsten Tag, auf dem Weg zur Schule (ich benutzte den Weg nun auch häufig als Schulweg), sah ich, dass die Blätter verschwunden waren.
Zwei Tage später erhielt ich tatsächlich eine E-Mail.
Von ihr: Aurora.

Wir hatten keinen langen Kontakt, aber dafür einen besonderen, würde ich behaupten. Sie wohnt schon seit längerer Zeit nicht mehr dort, aber unser Kontakt war schon vorher abgebrochen. Jedenfalls schrieb sie mir damals den Satz: „Das Leben ist ein Fluss. Nichts, was man festhalten kann.“ Und der ist mit bis heute im Kopf hängen geblieben und kaum einem anderen Spruch gebe ich mehr Recht, als diesem. Dieser Satz war der erste Schritt zur Besserung meiner schrecklichen Verlustängste (die ich heute gar nicht mehr habe – HEUTE bin ich ein völlig anderer Mensch).

Dass Lejla mir aber dennoch fehlt, kann ich nicht leugnen. Sie hat mich fast vier Jahre in meinem Leben begleitet. Vier, so unglaublich, wichtige, schwere Jahre. Sie war alles für mich. Und auf einmal soll das alles vorbei sein? Ohne Tschüss, ohne Lebe wohl oder auf Wiedersehen?
Das kann ich einfach nicht verstehen. Das kann einfach nicht sein. Das kann ich einfach nicht akzeptieren.

Aber ich muss.

Ich rede so oft mit Kora darüber, aber ich habe ihr noch nie gestanden, wie sehr ich wirklich damit zu kämpfen habe. Ich glaube, sie denkt, ich sei „nur“ traurig oder angeschlagen. Aber um ehrlich zu sein, bin ich viel mehr als das. Ich bin enttäuscht, verletzt. Denn Lejla hat mir so oft versprochen, mich niemals einfach loszulassen, niemals „Einfach so“ zu gehen. Und genauso das tut sie – genau das HAT sie getan.
Kora aber sagt, ich soll ihr trotzdem weiterhin E-Mails schreiben. Sie würde sie bestimmt lesen…

Ich wäre froh, wenn sie das täte.
Aber bekäme ich doch wenigstens ein Lebenszeichen von ihr.
Nur ein Einziges.
Und wenn es nur: „Eulchen…“ ist….

Advertisements

7 thoughts on “Lejla ist verschwunden, 04. März 2015 (Teil 2)

  1. 😮 du bist ja rihctig richtig, richtig hübsch!!! ich habe dich mir ganz anders vorgestellt. mehr so mit kurzen blonden haaren 😀 krasss… und dein hudn ist mega süß!!!!!!! wie bist du eigentlich auf lychee gekommen???

    tut mir leid das mit lella ): … das ist wirklich traurig ich hatte auch mal ne seelenverwandte. wir haben uns dann irgendwann gestritten und nie wieder kontakt gehabt. ich habe voll lange deshalb geweint…. sie fehlt mir sehr..

    Gefällt mir

  2. ….eine sehr traurige, rührende Geschichte, die gleichzeitig aber auch Hoffnung birgt. Ich gebe Kora in der Hinsicht Recht: Schreib ihr. Schreib Lella, wenn Du as Bedürfnis danach hast. Sie wird diese Mails lesen. Ich bin mir sicher.

    Gefällt mir

  3. Hui, du bist ja wirklich eine sehr hübsche junge Frau! Ich gebe Jeany recht. Hätte auch eher mit kurzen blonden Haaren gerechnet…. (naja, typisches Lesben-bild halt) Sorry meinerseits für dieses Schubladendenken.

    Schöne / traurige Geschichte. Ich hoffe sehr für dich, dass sich Lella wieder bei dir meldet. Sie hat dir echt gut getan.

    xo
    Fuckthesystem

    Gefällt mir

  4. Voraus: sehr schönes, verzaubertes neues Design.

    Zu Aurora: eine furchtbar schöne Geschichte. Du warst ein mutiges, reifes Mädchen. Egal, was dir damals alles schreckliches passiert sein mag. Sieh‘, an, was du heute bist, was DU aus DIR gemacht hast.

    Ich verneige mich vor deinen jungen Fingern, die solche Geschichten/Erzählungen in die Tastatur tippen und uns zum Lesen verführen.

    Und: du bist eine sehr attraktive, junge Frau. Da schließe ich mich meinen vorherigen Kommentatorinnen an.

    Lychee – erwähntest du deinen Hund nicht schon einmal?
    War es nicht jener, der dir „entrissen“ wurde?
    Wenn ja, dann tut es mir schrecklich leid! Wenn die Fotos das sind, was sie zeigen, dann muss es wirklich ein großer Schmerz und Verlust für dich gewesen sein.

    Herzlichste Grüße und Umarmung,
    Elke

    Gefällt mir

  5. Die Geschichte über Lella ist sehr schön zu lesen. Sie scheint Dir sehr viel Kraft und Halt gegeben zu haben, zu einer Zeit, die Du ohne sie vermutlich viel schwerer, oder nicht, überstanden hättest (und das glaube ich Dir). Ich schließe mich Elke an, indem sie sagt „Ich verneige mich vor deinen jungen Fingern, die solche Geschichten/Erzählungen in die Tastatur tippen und uns zum Lesen verführen.“ Somit froh darüber, dass Du uns auf dem Weg erhalten geblieben bist, und nicht den aussichtslosen Weg gewählt hast.

    Der Sprung in den Tod ist vielleicht der leichteste, aber dafür der schwächste Weg. Ich denke, Gedanken an das Sterben oder Todsein-Wollen ist völlig legitim. Viele Menschen haben schon mit dem Gedanken gespielt „Hach, wie viel einfacher wäre es, wenn das morgen mit einem Fingerschnipsen vorbei wäre – alles ausgelöscht, keine Sorgen, keine Schmerzen.“
    Aber der entscheidende Punkt ist: Den WIRKLICHEN Sprung in den Tod wählen nur Menschen, die absolut keine Hoffnung mehr hegen -> sobald der letzte Funken ausgeloschen ist.

    Lella hat Dir neue Hoffnung geschenkt (und insgeheim vermute ich, dass du niemals vollkommen hoffnungslos warst.) Du wirkst mir viel zu neugierig, aufgeschlossen, weltoffen, weltliebend. Du siehst den Zauber der Natur, siehst diese Kleinigkeiten, die kaum ein Mensch jemals in seinem ganzen Leben wahrnehmen wird – und diese Kleinigkeiten hast du schon immer gesehen.

    Wie Du auch Dein Leben in Ungarn bei Deiner Tante beschriebst: Das hohe Gras, das jagen nach den Grashüpfern, das Spielen hinter dem Haus im Garten, obwohl es doch so gefährlich sein könnte (…).

    Aber Dir, so denke ich zumindest, brauche ich nicht mehr die Wunder der Welt nahe zu bringen. Du entdeckst sie, Du erforschst sie – und das alles machst du mit Liebe und bedingungsloser Leidenschaft.

    Halte fest, was aus Dir geworden ist, was du erlebt hast. Verzeihe, was Du verzeihen möchtest und sei dankbar, wenn Du dankbar sein möchtest. Aber verschließe nicht die Augen vor Dingen wie Deinem Missbrauch – zum Beispiel, Die sind nicht zu verzeihen – sollten niemals zu verzeihen sein. Aber Du kannst aus ihnen wachsen – hast Du, tust Du, wirst Du immer weiter tun.

    Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft!

    Gefällt mir

  6. hey,

    ich habe mir seit einer Woche mal deinen ganzen Blog hier durchgelesen und es macht einfach nur furchtbar Spaß, sich durch deine Gedankengänge zu stöbern, vor allem, weil ich mich in so vielen Dingen dir anschließe! Ich bin selber 19 und es freut mich total, jemanden hier zu lesen, der ein Jahr jünger ist, und so denkt wie ich. Ich dachte immer, es gäbe „solche wie mich“ nicht…. ich habe überwiegend nur ältere Freunde, weil bei Leuten in meinem Alter an geistigem Austausch nicht großartig was „zu ziehen“ ist. Du verstehst schon. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mich kontaktieren würdest, damit wir uns austauschen können.

    glg
    Romy

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s