…ich will kein Mensch sein, 08. Mai 2015

Angst…vor Menschen? Ich frage mich immer wieder, ob das so auch gerechtfertigt ist. Und immer wieder stelle ich fest: Ja, das ist es. Ich meine … Menschen machen so viel kaputt. Nicht nur die Natur, sondern genauso andere Menschen und hauptsächlich auch sich selbst. Mit ihren Intrigen, ihren Lügen, ihrem unvergleichlich großem Ego und ihrem ekelhaften Idealismus.
Ich will kein Mensch sein. Ich hasse Menschen. Ich will nicht so denken wie sie, nicht so handeln wie sie, aber doch tue ich das, doch bin ich einer. Ich weiß nicht warum, aber vielleicht, weil ich als Mensch, mit ‚unmenschlichem‘ Handeln hier in der Menschheit nicht überleben würde. Ich verachte die Menschheit, seit es sie in dieser „intelligenteren“ Form gibt. Aber diese Intelligenz, von der jeder ausgeht, sie sei da, wird komplett falsch eingeschätzt. Der Homo erectus (Frühmensch – aufrechter Mensch) war meiner Meinung nach der einzige intelligente Mensch dieses Planeten. War, und ist er auch geblieben. Hat er jemals die Natur opfern müssen, um zu leben? Sie waren Jäger und Sammler. Sie ernährten sich von Früchten, Wurzelgemüse und Fleisch, fertigten zahlreiche Werkzeuge an und verwendete das Feuer zum Kochen und Wärmen.

Hat er einen Kran, einen Bagger gebraucht, um ein Haus zu bauen? Musste er eine Industrie anbauen, um Essen zu können, eine Firma gründen, um zu arbeiten? Ein Auto fahren und mit Abgasen die Luft verseuchen, um von A nach B zu kommen, aus Kunststoff mit Maschinen Klamotten produzieren? Nein. Nichts davon hat er gebraucht. Und heute? Heute gibt es Wasser in Flaschen zu kaufen. Tiere werden getötet, ausgestopft und an die Wand gehangen, damit sie mit leblosen Augen auf einen herab sehen – als DEKO! Jetzt sage mir bitte einer, dass das nicht komplett geisteskrank ist!
Und sowas nennt man Intelligenz?
Die Natur kaputt zu machen und eine komplette Metropole heranzuzüchten? Kinder, die sie von kaum mehr was anderem als Kunststoff, Konservierungsmittel ernähren?
Ist das wirklich Intelligenz?
Der Druck in der Arbeit, der Idealismus?
Wann hat man sich als Frühmensch darüber jemals Gedanken machen müssen, ob man zu dick, zu dünn, zu groß, zu klein, zu behaart, zu kahl ist? Wann hat man sich damals je für seinen Körper geschämt? Welcher Vollidiot hat das Ideal für die Schönheit bestimmt?
Ich hasse Menschen.

Mir wird es immer trüber… die Szene, die Frauen. Diese vielen Menschen. Paye.
Ja, ich weiß, schon wieder Paye. Abgeschlossenes Thema nochmal zum Aufwühlen… klasse. Aber es geht nicht anders. Sie ist eben doch sehr präsent in meinem Leben. Jetzt, wo sie aus meinen Gedanken verschwindet, tritt sie in MEIN Leben. Oder DAS Leben leitet ihr den Pfad in MEIN Leben. Ich weiß es nicht. Es ist so, wie es ist. Aber ich fühle mich unwohl in ihrer Nähe. Ich weiß nicht, woher das so plötzlich kommt. Ich kann mit ihr schreiben. Mehr oder weniger. Wirklich flach und langweilig. Aber sobald ich sie sehe, wird mir total unwohl. Wie ne Störung der Atmosphäre. Ich vertraue ihr einfach nicht.
Alle meine Alarmglocken schrillen auf Hochtouren, wenn sie in meiner Nähe ist. Ich … ich glaube ernsthaft … Himmel, das klingt bescheuert. Aber ja, ich glaube, ich habe Angst vor ihr. Ich habe vor allen Menschen Angst, denen ich nicht trauen kann. Und ich traue grundsätzlich keinem Menschen.
Aber SIE ist ein Mensch, dem ich mal vertraut habe, den ich völlig falsch eingeschätzt habe. Ein Mensch, der mein Vertrauen wirklich missbraucht HAT. Sie ist jemand, dem ich gerne vertrauen würde, mit der ich gerne einen freundschaftlichen Kontakt HÄTTE, mit der ich gerne allerwelts-Gespräche führen würde. Aber sobald ich daran denke, grummelt mir der Bauch – so wie gerade.
Und die ganze Zeit, wenn ich an sie denke. Ich vertraue ihr einfach nicht.
Alles in mir wehrt sich dagegen, obwohl ich es wollte.
Und insgeheim fiel mir auf, dass ich gerade innerlich einen großen Sprung zurück in mein Loch gemacht habe.
Seelisch komplett entfernt von den Menschen. Entfernt von der Szene! Ich weiß nicht warum, es ist absolut nichts passiert, aber von einer Sekunde auf die andere hat mich heute das Gefühl überkommen, ganz weit weg von den ganzen Frauen zu müssen.
Vielleicht ist es nicht direkt Angst, was ich spüre… oder … naja, vielleicht auch doch. Gottverdammt, ich hab doch keine Ahnung.
Aber ich weiß, ich muss mich von Paye fern halten. Mir wird ganz komisch beim Gedanken daran, dass ich mich jetzt so gut mit Carina verstehe und dass ich sie WIRKLICH mag. Sie tut Kora sehr gut und sie ist anständig. Ich will keine komplizierten Sachen. Ich will nicht mit Paye Kontakt haben… bzw… wenn ich ehrlich wäre, will ich das schon. Aber ALLES in mir warnt mich davor. Und das sollte ich vielleicht berücksichtigen. Mein Instinkt hat noch nie fehlgeschlagen. NOCH-NIE. Das beweist allein die Tatsache, dass irgendwas in mir schon während der Kennenlern-Phase mit Paye schrie, ich solle vorsichtig sein, sie könnte eine andere-… Aber nein, ich ließ den Gedanken nicht zu. Und was war im Endeffekt der Auslöser für den Kontaktrückzug? Dass sie eben DOCH die ganze Zeit schon eine andere hatte.
Mein Gefühl täuscht mich nie und dafür liebe ich es!
Dieses mal höre ich auf meinen Bauch, wenn er mir (so offensichtlich!) zeigt, dass das keine gute Idee ist, mit ihr im Kontakt zu bleiben.
Ich frage mich nur… woher kommt das so plötzlich?
Gestern Morgen schrieb ich ihr sogar noch!!! Wie ich mich doch freue endlich alleine zu wohnen, ich aber so bald wie möglich aufs Land möchte, weil mich die Stadt immer mehr nervt.
Gegen Mittag … wirklich, als hätte der Blitz eingeschlagen, ist mir schlecht geworden bei den Gedanken an ihr (das ist jetzt nicht böse gemeint!!!) Sondern, mir ist wirklich ÜBEL geworden. Mein Bauch, mein Puls. Als wär grad ein Auto ganz knapp an mir vorbeigerast. Irgendwas muss das doch bedeuten!

Am 30. Mai feiert Carina ihren Geburtstag. Wo? Bei.Paye.Zu.Hause. Und wer wurde eingeladen? Kora und ich.
Im ersten Moment war ich etwas traurig, dass ich keine Zeit habe, da ich in dem Zeitraum gerade in Hamburg bin. Aber jetzt bin ich himmelhoch erleichtert. Das einzige, was mir noch Bauchweh bereitet ist die Gewissheit, dass Kora dort nun ALLEINE sein wird. Bei Paye. Mit Carina… ich vertraue Paye nicht.
Ich vertraue niemandem.
Nicht den Menschen.

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3 thoughts on “…ich will kein Mensch sein, 08. Mai 2015

  1. „Ich will kein Mensch sein. Ich hasse Menschen. Ich will nicht so denken wie sie, nicht so handeln wie sie, aber doch tue ich das, doch bin ich einer. Ich weiß nicht warum, aber vielleicht, weil ich als Mensch, mit ‚unmenschlichem‘ Handeln hier in der Menschheit nicht überleben würde. Ich verachte die Menschheit, seit es sie in dieser „intelligenteren“ Form gibt.“

    Die tiefgründigen Gedanken an einem Montagmorgen.

    Zum Rest:
    Schau auf Dich, Kleines … horche auf Dein Gefühl und das, was es versucht Dir zu sagen. Es ist nie verkehrt.
    „No risk, no fun“ muss nicht immer stimmen.

    Pass auf Dich auf!

    Grüßle
    Maya

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  2. Liebe Abeo,
    Du magst es nicht glauben, aber als ich in Deinem Alter war (ungefähr) hatte ich ganz ähnliche Gedanken. Ich war ein Mensch und ich mochte Menschen (viele, nicht alle). Trotzdem verstand ich sie nicht. Verstand mich nicht. Allerdings wollte ich es auch nicht verstehen. Ich wollte nicht wissen, wie Menschen zu jenen Grausamkeiten fähig waren… weder wollte ich verstehen, wie sie denken oder warum sie so denken. Aber ich wollte keiner sein.
    Ich lebte mal zwei Wochen mit zwei sehr guten Freunden im Wald. Es war ein ganz gewöhnliches Camping, aber wir verzichteten auf alles, was nicht lebensnotwendig war. Alles was wir dabei hatten war Essen und Trinken. Streichhölzer und Schlafsäcke. Wir schliefen sogar draußen, wenn es regnete. Wir hatten kein Zelt dabei.
    Die Mücken plagten uns, Maria hatte eine panische Angst vor Spinnen und Svenja war ein alter Angsthase. Aber wir haben es überlebt und diese zwei Wochen sind 14 Tage, die ich niemals vergessen werde. Auch nicht nach zwanzig Jahren 😉

    Ich weiß nicht, warum ich Dir das erzähle, aber evtl weil mich das daran erinnert, dass ich mich in der Zeit sehr wohl gefühlt habe, abgewandt von den vielen Menschen (ich hatte zwar meine zwei Freunde um mich herum, aber sie dachten immer ähnlich wie ich).
    Es ist erholsam…. und prägend.

    Einen wunderschönen Juni-Anfang wünsche ich Dir.
    Lass mal bald wieder etwas von Dir hören.

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  3. GEFANGEN

    ich kenne diese gefühl und es ist nahezu unbeschreibbar so viele negative eigenschaften auf einmal in EINEM gefühl. wieso? so viel negative eigenschaften auf einmal in einen wesen, dem MENSCHEN. es ist nicht feige flüchten zu wollen. es ist stark. npch stärker ist flüchten zu können.

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