Tierauffangstation und neue Wohnung, 17. Juni 2015

Jetzt wohne ich also wirklich alleine.

Mann, ist das seltsam. Natürlich positiv. Und ich habe das Gefühl, das gerade einfach alles so… richtig läuft. So richtig, dass es mich fast schon wieder skeptisch macht. Ich wohne in einer Wohnung, habe meine eigene Ordnung und meine eigenen Putztage, die ich mir lege, wie sie mir zugunsten kommen (z.B. am besten nicht am Dienstag, wenn ich erst um Sechs oder halb Sieben Zuhause bin!). Ich kann lernen, so viel ich will, ohne dabei gestört zu werden.

Ich koche für mich selber und kaufe mir selber ein, was ich gerne esse. Das heißt, ich muss nie wieder diese Fast-Food-Küche von der WG ertragen, wo jede Speise nur so in Fett badet.

Ich liebe es!

Ich fühle mich gesund, fit und glücklich.

Ich habe nicht viel Geld, aber das macht nichts. Ich kriege ja die Wohnung warm bezahlt. Sowas ist Luxus.

Zugegeben, wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann mache ich alles, um das zu erreichen, auch wenn ich dafür Opfer bringen muss – selbst wenn es mich selbst betrifft. In dem Fall ist es das Sparen.

Ich habe inzwischen so viel Geld gespart – und das in einem HALBEN Jahr! –, dass ich mir inzwischen sogar ein Pferd auf Ebay-Kleinanzeigen kaufen könnte. Also ein Billiges. Aber immerhin. Ich lege, zugegeben, ein bisschen viel auf die Seite, was dazu führt, dass ich dann am Ende des Monats dann knapp dran bin, um mir Essen zu kaufen, aber das macht nichts. Solange Vollkornbrot und Avocado in meiner Küche liegt, werde ich mit zwei Broten an einem Tag satt – PLUS: ich nehme wieder etwas ab. (Ich weiß, blabla, das ist ja soooo ungesund … aber ist ja meine Sache! Ich kenne mich mit gesunder Ernährung aus. Ich kenne sie. Aber sie interessiert mich nicht.)

Ich weiß, wenn es mir das Geld und die Zeit ermöglichen würde, würde ich sofort eine kleine Tierauffangstation eröffnen. Aber dazu fehlen mir die Wege und die Mittel. Rechtlich habe ich schon gar keine Chance. Das wäre ja dann quasi wie eine kleine Firma, oder? Immerhin müsste ich ja irgendwie Geld damit verdienen, um die Tierchen dann zu füttern und ihnen ein artgerechtes Gehege zur Verfügung zu stellen. Ich meine, klar, ich bin grad in der Ausbildung und danach hab ich nen Job (hoffe ich doch, dass mich jemand annimmt!), wo ich Geld verdiene. Aber nicht genug und außerdem wäre ich dann 8 Stunden am Tag weg (evtl 9-11 mit Pausen und Heimfahrt mit eingerechnet). Das ist einfach zu lang, um kleine kranke Tiere alleine zu lassen. Deshalb müsste ich das Hobby dann irgendwie zum Beruf machen, aber dann müsste ich mich höchstwahrscheinlich in ein Handelsregister eintragen lassen, weil ich doch auch eine Kauffrau wäre, oder? Es wird grundsätzlich für jeden Gewerbebetrieb die Kaufmannseigenschaft angenommen… Aber ist so eine Tierauffangstation ein Gewerbebetrieb? Ach was weiß ich. Das wird wohl sowieso nur ein Traum bleiben. Die Behörden sind, denke ich, mitunter das größte Problem. Und das Geld…. Dann bleibe ich eben Tierfreund und helfe Hobbymäßig…

Kora hat jetzt endlich eine Wohnung gefunden, die ihr gefällt. Sie liegt gar nicht so weit weg von mir und sie hat einen Garten!!! Das wäre natürlich ideal. Denn wir wollten sowieso gemeinsam aufs Land ziehen, wenn ich fertig bin mit der Ausbildung. Ich meine, ich wohn ja schon auf dem Land, aber in A***Stadt ist es einfach so viel schöner! Und neben der Wohnung gibt es ZWEI Reitställe! Wie perfekt wäre das denn für mich? Es wäre ein Traum, wenn sie die Wohnung bekommt. Die ist verflucht günstig, und wenn wir sie, wenn ich fertig bin, endlich alleine zahlen, dann ist das ein Zuckerschlecken!

Für Balou wäre das außerdem auch perfekt. Er hätte einen ganzen Garten, wo er toben und Spaß haben kann. Das freut mich so für ihn!

Jetzt müssen wir nur noch warten, dass sich die Vermieterin meldet und zusagt. Derweil suchen wir natürlich weiter… aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Meine Kaninchen könnten dann auch endlich, endlich in die Außenhaltung. Das wäre einfach so viel schöner, als eine Wohnung. Jedenfalls könnte ich mir als Kaninchen nichts Schöneres vorstellen, als an warmen Tagen in der Sonne auf einer frischen Wiese herum zu Tollen….

Es läuft einfach alles so leicht und gut… es ist so erleichternd und schön.

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One thought on “Tierauffangstation und neue Wohnung, 17. Juni 2015

  1. Deine Vorstellung zu einer Tier-Auffangstation, sind herrlich. Aber Du hast das Problem ja bereits selber genannt. Das schwerste (neben Geld (wobei viele Auffangstationen prinzipiell immer erst mit Spendern anfangen) und der Zeit) sind die Behörden davon zu überzeugen.
    Eine Bekannte von mir gründete eine Tierauffangstation. Grundlegende Gedanken sind hierfür wichtige Prioritäten.
    Wichtig wäre zum Beispiel auch, sich erst einmal nur auf eine Tierart zu beschränken, sonst ist das ganze nahezu unmöglich. Käfige, Futter, Näpfe, und weiß der Kukuk was man noch alles braucht, hat meine Bekannte durch Spender erlangt und sich damit viele Anfangskosten erspart.
    Mit den Behörden schlug sie sich zwei(!) Jahre herum!

    Heute läuft das alles sehr flüssig und sie hat inzwischen drei Tierarten in ihrer Auffangstation. Es gehört viel Glück und Organisation dazu. Leicht war es auf keinen Fall. Zumal sie mir oft berichtete, dass sie kurz vor dem Aufgeben war. Überlege Dir das doch nochmal genau, ob Du das wirklich machen möchtest.

    Ansonsten kannst Du Doch bestimmt irgendwo als Mitarbeiter anfangen. Im Zoo zum Beispiel oder im Tierheim. Das wäre sicher etwas für Dich. Wenn das allerdings nichts für Dich ist, dann – ja, Du hast recht – bleibe lieber bei der Hobby-Rettung. ;o)

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