Ausschnitt(e) aus der Geschichte „Ich will dich“

,,Kein Bier? Kein Sekt? Gar nichts?“ Der Typ hinter der Bar sah Dana fassungslos an. Sie musste sich sehr am Riemen reißen, um nicht über seinen dümmlichen Ausdruck zu grinsen. ,,Wirklich nicht, tut mir leid.“
Er zuckte nur kurz mit den Schultern und stellte das Glas zurück, dass er für Dana schon hervor geholt hatte ,,Du bist die erste 17-Jährige die ich kennengelernt habe und non-Alkohol lebt.“
,,Non-Alkohol?“
,,Na, kein Alkohol trinkt. Warst du noch nie lustig?“
,,Ich bin immer lustig.“ Dana zwinkerte über ihre Schulter hinweg und widmete sich dann wieder der vollen Tanzfläche, über die blaue und rote Lichter sprangen und die ganzen verschwitzten Köpfe in ein seltsames Durcheinander brachten. Wo war denn Melanie jetzt schon wieder hin? Kaum war sie mal zwei Minuten abgelenkt, war dieses Mädchen nirgendwo mehr zu sehen und inzwischen hatte sie dieses laute Gejaule aus den Lautsprechern, den Gestank von Parfüm, After Shave und Schweiß richtig satt. Sie wollte einfach nur nach Hause. In ihr gemütliches Bett.
Noch ein letztes Mal suchte sie mit ihren Augen die Tanzfläche ab, dann zog sie einen Geldschein heraus und legte es dem Barkeeper auf die Theke ,,Das passt so. Falls Du meine Freundin siehst, die mit mir gekommen ist, dann sag ihr bitte, dass ich die Fliege gemacht habe.“
,,Du gehst schon?“ Der Junge, der kaum älter als Dana war, warf einen Blick auf ihr halbvolles Glas ,,Du hast ja nicht einmal deine Cola ausgetrunken.“
,,Kann ich bei so einer Atmosphäre nicht genießen“, sagte sie nur beiläufig und war schon dabei zu gehen, als der Barkeeper nach ihr rief. Innerlich stöhnend ging sie noch einmal zurück.
Er schob ihr den Zehner zu und lächelte ,,Geht aufs Haus.“
,,Einfach so?“, fragte Dana und steckte das Geld wieder weg.
,,Na, wer gibt so einer hübschen Dame kein Trinken aus?“
Dana lächelte ihn dankbar an und dann war sie verschwunden.

Während sie die alten Stufen des Gebäudes nach oben lief und dem lauten, grässlichen Zeug, welches der DJ fabrizierte, entfloh, schrieb sie ihrem Vater noch eine SMS:
Bin auf dem Weg Heim.
Kuss
D.
Dann steckte sie ihr Handy weg und hielt am Straßenrand ein Taxi an.
,,Zum Pferdesportzentrum“, bat sie. Von dort aus konnte sie dann zu Fuß gehen.
,,Das sind dann 52€“, gab der Fahrer zur Antwort. Für ihn war es heute ein glücklicher Tag. Dana ließ sich in den Rücksitz fallen, schlug die Tür zu , und das Taxi entführte sie der Katastrophe, die noch vor vier Stunden unausweichlich erschhienen war.
Dana hatte sich nichts vorzuwerfen, doch die Laune war dahin. Ihr Geld reichte auch nicht mehr für den Rest des Monates aus. Die fünfzig Euro weg – das Geld ging ihr aus. Ein Bekannter von ihr meinte einmal, das Böse lasse sich heutzutage nur mit Geld besiegen. Eine interessante Beobachtung, wenn auch aus metaphysischer Sicht nicht ganz korrekt: Nicht von einem Sieg über das Böse kann die Rede sein, sondern von der Möglichkeit, sich vorübergehend davon loszukaufen. Ohne Geld aber hat das Böse dich binnen zwei, drei Tagen fest im Griff, das ist eine verbürgte Tatsache. Mit Spiegelfechtereien hätte sie es leicht zu einem Vermögen bringen können. Aber das war ein abstruser Gedanke.
Dem Chauffeur blieb Danas düstere Stimmung nicht verborgen.
,,Was ist?“, fragte er, ,,hat dich wer beleidigt, Herzchen?“
,,Ach ja“, sagte sie.
Der Letzte in der Reihe war er selber gewesen, als er den Preis für die Fahrt festgesetzt hatte. Zweiundfünfzig!
,,Vergiss es“, meinte der Chauffeur, ,,Wenn du wüsstest, wie oft ich am Tag beleidigt werde! Nähme ich mir das alles zu Herzen, dann hätte ich bald einen Sack voll Scheiße in der Brust. Schwamm drüber, das rat ich dir. Morgen ist es vergessen. Und das Leben ist lang, weißt du.“
,,Das weiß ich“, sagte sie. ,,Aber Schwamm drüber, wie soll das gehen?“
,,Einfach so. Denk an was anderes. Irgendwas Schönes.“
,,Woher nehmen?“
Der Taxifahrer äugte im Spiegel nach ihr.
,,Gibt´s denn gar nichts Schönes in deinem Leben?“
,,Vielleicht“, entgegnete sie.
,,Wie kann das sein?“
,,Hat sich so ergeben.“
,,Ein einziges Jammertal?“
,,Ist doch bei Ihnen nicht anders.“
,,Mach halblang, Mädel“, lachte der Taxifahrer, ,,Das kannst du gar nicht wissen.“
,,Doch“, sagte Dana. ,,Sonst säßen Sie ja nicht hier drinnen.“
,,Wieso?“
,,Ach, das könnte ich Ihnen erklären, aber … ich weiß nicht, ob Sie es verstehen.“
,,Pfffffh“, machte der Fahrer. ,,Glaubst du, ich bin doofer als du? Wenn du es verstanden hast, dann werd ichs wohl auch noch raffen.“
,,Na schön. Ist Ihnen klar, dass das Leiden die Materie ist, aus der die Welt besteht?“
,,Wie kommst du darauf?“
,,Das könnte ich nur an einem Beispiel erklären.“
,,Dann tus.“
,,Kennen Sie die Geschichte vom Baron Münchhausen, der sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zieht?“
,,Kenn ich“, sagte der Chauffeur, ,,Hab ich sogar mal im Kino gesehen.“
,,Die Realtität ist nicht ganz anders. Stellen Sie sich vor, Münchhausen schwebe in einem leeren Raum und zieht sich am eigenen Schwanz, was höllisch wehtut. Einerseits bedauerlich. Andererseits ist seine Situation besonders heikel, da er, wenn er seinen Schwanz losließe, sich sofort in Luft aflösen würde. Seiner Natur nach ist er nur nur ein Gefäß für den Schmerz mit grauem Zopf. Sobald der Schmerz weg ist, verschwindet auch er.“
,,Haben sie dir das in der Schule beigebracht, oder zu Hause?“, fragte der Chauffeur.
,,Weder noch“, sagte Dana, ,,Wenn man unterwegs ist, da hört und sieht man so manches. Haben Sie mein Beispiel verstanden?“
,,Klar“, antwortete er, ,,Ich bin ja nicht blöd. Und jetzt hat dein Münchhausen also Schiss, seine Eier loszulassen, oder wie?“
,,Ist doch logisch. Er wäre sofort nicht mehr da, wie gesagt.“
,,Aber vielleicht wäre das ja besser so? Was ist das denn für ein Leben?“
,,Stimmt. Und deswegen existiert der Gesellschaftsvertrag.“
,,Gesellschaftsvertrag? Was ist das nun wieder?“
,,Nun, jeder Münchhausen könnte natürlich beschließen, seinen Schwanz loszulassen, aber …“
,,Was, aber?“, fragte der Chauffeur nach.
,,Aber wenn sieben Milliarden Münchhausens einander an den Schwänzen ziehen, hat die Welt nichts zu befürchten.“
,,Wieso?“
,,Ganz einfach. Sich selber könnte ein Münchhausen leicht loslassen. Aber je kräftiger irgendein anderer bei ihm zudrückt, desto härter fasst er den an, den er im Griff hat. Und so geschieht das sieben Milliarden Mal. Verstehen Sie?“
,,Pah! So was kann sich auch bloß eine Frau ausdenken.“
,,Im Gegenteil. Es ist doch ein extrem männliches Weltbild. Ein chauvenistisches, würde ich sagen. Die Frau kommt darin überhaupt nicht vor.“
,,Wieso nicht?“
,,Na. Die Frau hat nun mal keinen Schwanz.“
Den Rest des Weges fuhren sie schweigend..

(…)
,,Komm schon“, zischte Dana, als nach dem dreizehnten Düten immer noch niemand am Hörer war, ,,Melli, lass mich nicht im Stich. Nicht jetzt, wo-“
,,Spinnst du?“, grummelte eine verschlafene Stimme in Danas Ohr.
Erleichterung überfiel sie ,,Ein Glück, bist du wach!“
,,Jetzt schon“, schnaubte Melanie und setzte sich in ihrem warmen Bett aufrecht.
Dana sah auf die Uhr ,,Es ist kurz vor Mittag! Also bedank dich lieber, sonst hättest du den halben Tag verschlafen.“
,,Es ist zehn Uhr!“
,,Sag ich doch“, bekräftigte Dana.
,,Egal jetzt. Was ist so wichtig, dass du mich so früh weckst? Du weißt, ich kann ein Monster sein-“
,,Blabla. Ja ja, ich weiß doch, Mel.. Tut mir leid. Ich hätte ja auch nicht angerufen, wenn es nicht wirklich dringend wäre.“
,,Du bist gestern einfach abgehauen“, fiel Melanie ein.
,,Können wir das wann anders bereden?“
Melanie seufzte.
,,Also. Hättest du Zeit?“
,,Wann?“, fragte Melanie missbilligend.
,,Jetzt.“
,,Du hast doch nen Knall!“ Melanie tippte sich an die Stirn, obwohl Dana sie nicht sehen konnte.
,,Ich warte in einer Stunde in der Stadt am Brunnen auf dich.“
Die Leitung wurde unterbrochen.
,,Dieses Kind“, knurrte Melanie und ließ sich in ihr Bett zurück fallen.

,,Dafür bist du mir aber mehr schuldig, als so einen billigen Kaffee“, begrüßte Melanie Dana, als sie sich zu ihr an den Brunnen setzte und nach dem kleinen Pappbecher griff.
,,Der war ja eigentlich auch für mich gedacht“, sagte Dana.
Melanie zuckte die Schultern und fuhr sich durch die kurzen, blonden Haare, die heute ausnahmsweise mal nicht perfekt saßen.
,,Ich brauche deinen Rat.“
,,Das dachte ich mir. Schieß los.“
,,Es geht um Dads neue Flamme.“
Melanie zog verständnislos eine Braue in die Höhe.
,,Egal“, seufzte Dana, ,,Jedenfalls. Du kennst dich doch mit Frauen aus.“
,,Aber hallo!“ Melanie grinste.
Dana schüttelte kurz hoffnungslos den Kopf, dann sah sie Melanie fest in die Augen ,,Ich glaube, mich hat es total erwischt.“
,,Sag bloß! Und jetzt lass mich raten. Es ist die neue Flamme?“
,,Zehn Punkte.“
Melanie nippte gerade grinsend an dem Kaffee, als sie auf einmal Inne hielt und ihr Grinsen verblasste ,,Moment mal. Du sagtest, es geht um die neue Flamme deines Dads!?“
Dana nickte.
,,Scheiße. Wie alt is`n die? Könnte die nicht deine Mutter sein?“
,,Sie ist dreißig.“
,,Awoo das geht ja noch“, Melanie nahm einen kräftigen Schluck und fing dann an mit ihrem Lippenpiercing herum zu spielen, ,,Und weiter?“
,,Wie, und weiter?“
,,Ja, dass du auf Frauen stehst, dass weißt du ja wohl schon seit du denken kannst“, Melanie grinste neckend, ,,Also seit vier Jahren.“
,,Haha. Da haben wir mal alle wieder gelacht.“
,,Nein, im Ernst jetzt. Was ist das Problem?“
,,Ich weiß nicht, ob sie auf Frauen steht.“
Melanie schlug die Augen weit auf und zog ihren Kopf ein ganzes Stück von Dana zurück ,,Du willst das nicht ernsthaft bei der probieren?“
,,Warum nicht?“
,,Du hast nen Knall. Die ist dreißig. Denkst du echt, eine bodenständige Frau, die mit beiden Beinen mitten im Leben steht, würde sich auf eine Siebzehnjährige einlassen?“
,,Wow. Du machst mir ja wirklich Mut“, sagte Dana sarkastisch und ließ ihre Hand in das Wasser des Springbrunnens hängen.
Beide schwiegen eine Weile.
,,Hast du schon den Blick probiert?“ Melanie sah ihre Freundin fragend an.
,,Kam nicht dazu.“
,,Inwiefern?“
,,Sie hat mich sofort auf die Nacht mit Dad angesprochen. Und dass sie ihn mir nicht wegnehmen wolle.“
,,Sag ich doch. Bodenständig. Mitten im Leben. Du hast keine Chance. Sie sieht dich als Kind und hat schon nach weniger Zeit das Gefühl, sich bei dir rechtfertigen zu müssen, um dich zu beruhigen.“
Dana schüttelte den Kopf ,,Sie ist anders.“
,,Sie hat mit deinem Vater geschlafen“, betonte Melanie.
Dana stöhnte ,,So meinte ich das doch nicht. Bleib mal ernst. Ich bin echt verzweifelt.“
,,Sorry!“ Melanie knuffte Dana versöhnlich in die Seite, ,,Also mal abgesehen von der Tatsache, dass du dich in die Freundin deines Dads verguckt hast … Und sie eine erwachsene Frau ist … Hm! Hast du ihre Fingernägel betrachtet?“
,,Warum?“
,,Hast du?“
,,Du stellst vielleicht blöde Fragen.“
,,Hast du?“
,,Ja. Warum?“
,,Lang, kurz?“
Dana stöhnte ,,Ach deshalb. Das ist doch so ein blödes Klischee!“
Melanie hob ihre und Danas Hand und sah sie vielsagend an.
,,Zufall.“
,,Ja klar. Du bist ja auch nur zufrieden, wenn du was zu meckern hast.“
,,Hör mal, wenn diese Lesbenwelt aus diesen Lesbenklischees bestehen würde, dann würde ich rumlaufen wie du!“
,,Wie laufe ich denn rum?“ Melanie grinste.
,,Du Junge!“
Das stimmte natürlich nicht. Melanie war eine sehr feminine Frau mit einem sportlichen Stil und kurzen Haaren.
Melanie lachte laut los und bespritzte Dana mit Wasser, die sich ordentlich an Melanie rächte, bis die beiden pitschnass um den Brunnen herum liefen.
,,Halt!“, rief Melanie außer Atem und glucksend, ,,Ich gebe auf!“ Sie warf sich Dana vor die Füße.
,,Spinn nicht rum“, grinste Dana, ,,Die Leute gucken schon.“
,,Ja und? Sollen sie doch!“ Melanie stellte sich wieder auf und setzte sich mit Dana zurück an den Brunnen. Beide damit beschäftigt, das Wasser aus ihren Klamotten zu wringen.
,,Du wirst aber schnell feucht.“
,,Das Niveau siiiiiiiiiinkt.“ Dana rückte demonstrativ von Melanie weg.
,,Welches Niveau?“ Die beiden lachten, dann wischte sich Melanie einmal über das nasse Gesicht und seufzte  tief ,,Jetzt bin ich endgültig wach.“
,,Gut so. Und meinen Kaffee hast du umsonst verschlungen.“
,,Du bist mir sowieso noch was schuldig“, erinnerte sie Melanie.
Dana schüttelte grinsend den Kopf, dann schwiegen beide wieder eine ganze Weile.
,,Und ich bin immer noch keinen Schritt weiter.“
Melanie überlegte angestrengt, während sie gewohnheitsgemäß mit ihrem Lippenpiercing spielte. Dann sah sie Dana an ,,Wie wärs, wenn du sie mir einfach vorstellst?“
,,Wie meinst du?“
,,Also, ich habe heute nichts Besonderes mehr vor. Lade mich einfach zu dir nach Hause ein. Dann kannst du mich mit euren tollen Süßigkeiten durchfüttern und wir wären quitt, was das frühe Wecken angeht.“
,,Wenns sonst nichts ist“, erklärte sich Dana einverstanden.
,,Na dann. Mission Possible kann beginnen.“
,,Und du sagst ich habe einen Knall“, murmelte Dana noch, als sich die beiden Freundinnen auf den Weg machten.

(…)
Es klopfte an der Tür und Dana riss sofort die Augen auf. Ihr Herz schlug in schnellem Tempo weiter und sie strich sich hektisch ein paar Strähnen aus dem Gesicht, bevor sie „herein“ rief und Lejla in ihrem Zimmer stand.
Sie schloss die Tür hinter sich.
Dana stand auf.
Sie sahen sich an.
„Es tut mir leid.“
Lejla legte die Stirn in Falten „Dir tut es leid? Nein, Dana. Mir tut es leid.“
„Du wolltest mich bloß trösten“, sagte Dana ruhig und fuhr sich müde über das Gesicht, „Hör zu, es war ein dummes Missverständnis. Ich bin eben niemand, der sich gerne trösten lässt. Das hat gar nichts damit zu tun, dass ich dich nicht mag, oder dass ich Angst habe, dass du Mum er..“
„Ich weiß“, unterbrach Lejla sie sanft und ein Lächeln spielte um ihre Mundwinkel.
Dana hielt den Atem an.
Sie senkte den Blick und starrte auf einen Fleck am Fußboden.
„Sprich dich aus“, sagte Lejla und lehnte sich an die Wand.
„Melanie und ich sind kein Paar.“
„Ich weiß.“
Dana seufzte und sah Lejla in das Gesicht „Gibt es eigentlich etwas, was du nicht weißt?“
„Ganz viel“, entgegnete Lejla ruhig und lächelte Dana ehrlich an, „Zum Beispiel, warum die Erde rund ist oder Adam und Eva einen Bauchnabel hatten, wenn sie doch die ersten Menschen auf der Welt waren.“
Dana entwich ein Lächeln „Darüber denkst du wirklich nach?“
„Nein“, sagte Lejla, „Was ich nicht weiß, interessiert mich nicht. Fertig. Ich muss nicht alles wissen. Und den Dingen, von denen ich weiß, gebe ich keine große Bedeutung.“
„Nicht?“
„Nein.“
„Warum nicht?“
„Würde ich allem eine Bedeutung geben, würde ich mich nur stressen. Und ich hasse Stress.“
Dana lächelte. Lejla war so …
Lejla.
Es gab keine Definition für sie.
„Aber ich bin froh, dass du dich beruhigt hast“, sagte Lejla nach einer längeren Schweigeminute, „Ich wollte nicht gehen, bevor ich mir nicht sicher war, dass es dir besser geht.“
„Du musst gehen?“
„Ja natürlich“, lachte sie, „Denkst du, ich habe keinen Dach über dem Kopf?“
„Wo wohnst du?“
Wieder lachte Lejla ihr Engelslachen.
Dana wartete.
„Das sage ich dir, wenn die Zeit gekommen ist.“
Dana konnte mit dem Lächeln gar nicht mehr aufhören. Am liebsten hätte sie sich einfach um Lejlas Hals geschmissen, hätte ihre Lippen auf Lejlas gedrückt und sie wild und hemmungslos geküsst. Hätte ihren Körper fest an sie gedrückt. Sie wollte jeden Winkel fühlen und erkunden…
„Also, ich gehe. Morgen ist ein neuer Tag.“
Gerade wollte Lejla aus der Tür, da drehte sie sich noch einmal zu Dana um „Ich weiß, dass dir etwas auf dem Herzen liegt. Ich warte nur, bis du von dir aus kommst, und mit mir sprichst.“ Sie zwinkerte noch einmal und verließ Danas Zimmer.

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