…24 Stunden, 12. Aug. 2015 – vom 09. und 10 Jan. 15

10012015
11215000
00011125
52101010

hmm…. irgendwie gefallen mir die Zahlen des Datums. Ich weiß nicht, warum. Aber ich sah auf den Display, las: 10.01.2015, und irgendwie gefiel es mir. Wirkt wie ein verschlüsselter Code für eine noch nie betretene Welt. Ein Zahlencode. 10012015.

>Ich stehe vor einer Tür. Groß, schwer, rechteckig. Sie erinnert mich an ein Tresor. Die Tür ist groß. Riesengroß. Verbindlich mit der Tatsache, dass ich klein bin. Weil ich Alice bin. Alice im Kummerland. Alice im Kummerland vor einer Tür die an einen Tresor erinnert. Alice, die eine Minute vorher aus einer Ampulle, auf der stand: “Trink mich” Alkohol hinunterkippte und dadurch in verschwommenen Gedankendimensionen in eine unmenschliche Zentimeterzahl schrumpfte. Und diese Alice – diese Ich – steht nun vor diesem Tresor. Und es fordert einen Zahlencode, um diese andere Welt betreten zu können. Diese Welt, die sie aus ihrem Kummerland holt. Ein einfaches Zahlencode. 10012015.<

…. es waren tatsächlich nur 24 Stunden. Nicht einmal. Nun gut. Inzwischen schon mehr als 24 Stunden. Aber Es fing gestern Abend an. Wir fingen an zu schreiben. K. und ich. Und, bei Gott, ich hätte in meinem ganzen, gottverdammten Leben nie gedacht, dass es dazu kommt. Aber wir schrieben und schrieben. Ich legte mein Handy gar nicht mehr aus der Hand, meine Finger flogen non-stop über die Miniaturtasten. Und ich lächelte über jede Nachricht, weil sie mich immer amüsierte. Und ich mag Menschen, die mich zum Lachen bringen.
Aber dabei blieb es nicht. Wir schrieben bis in die Nacht. Ohne Pause. Wir telefonierten. Vier Stunden. Bis in die Früh. Und es war einfach so… es machte mich komplett … es erfüllte mich einfach. Punkt. Ich musste nicht nachdenken, ich hatte Spaß, ich habe gelacht, ich war fasziniert, begeistert, verlegen. Ich habe mich so leicht gefühlt. Wie lange ist das her?
Ich habe kein Auge zugemacht; seit 48 Stunden. Aber ich bin nicht müde.
Und wir schreiben immer noch.
Es kam so plötzlich. Nachdem ich mit K. auf dem Candy Club war, hatten wir nur sehr selten geschrieben. Immer wieder mal. Kurz, wie der Tag war, oder wie es einem geht.
Und auf einmal… sowas habe ich noch nie erlebt.

Es sind alles so Crash-Einstiege.
1. Crash-Einstieg in die Szene
2. Crash-Einstieg in das neue Jahr
3. Crash-Einstieg in eine Freundschaft (Plus?????) Beziehung mit K.
4. Crash-Einstieg in die WG nach einem gefühlten Halbjahr-Urlaub.

Es geht mir nicht einmal um das, WAS passiert… sondern einfach… dass es to much ist. Quantitativ. Es überfordert mich nicht. Das nicht. Ich mag diese leichte Verwirrtheit, nicht mehr ganz den Überblick und die Kontrolle über mein Leben und das Geschehen zu haben. Das macht alles irgendwie … aufregend.

10012015…

Und das Jahr hat gerade erst begonnen.

Die Tage vergehen wie im Flug. Wieder mal. Das ist irgendwie beunruhigend, wenngleich es ja eigentlich für mich eher einen positiven Effekt hat: immerhin heißt das dann im Prinzip, dass ich gefühlsmäßig früher wieder zu Hause bin – nicht? Ach, was weiß ich schon. Momentan weiß ich sowieso nicht viel. Aber es genügt mir zu wissen, dass ich nicht weiß – das reicht.
Ich denke viel nach. O ja. Vor allem momentan. Mich hat dieser Crash-Einstieg in die Szene emotional wohl echt aus der Bahn geworfen. Ich meine, ich habe schon gehört, dass dort wirklich jede jede kennen soll, etc. Aber ich hätte niemals gedacht, dass dieser Kreislauf auch mich erwischt – jedenfalls nicht nach wenigen zwei Wochen. Ich meine, dass A. öfter auf Partys ging und gerne die Sau rauslässt, das wusste ich ja. Aber irgendwie war mir nicht ganz in das präsente Bewusstsein gelangt, dass sie dadurch ja auch schon Teil der Szene ist – quasi. Ufz…. und mich beschäftigt das alles so enorm, dass es beinahe schon angsteinflößend ist. Ich denke immer über das ‘Warum’ nach. Dabei bin ich doch immer diejenige, die sagt: >Menschen fragen immer nach dem Warum. Warum passiert mir dies, warum passiert mir jenes – warum ausgerechnet ich? Dabei ist das doch völlig irrelevant. Denn früher oder später bekommen wir immer eine Antwort auf unser warum. Und manchmal dann, wenn man am wenigsten damit rechnet.<
Wort wörtlich mein Zitat. Und ausgerechnet ich beschäftige mich jetzt mit diesem jämmerlichen Warum. Aber das ist doch meistens so: die Tips, die man anderen zum weiterhelfen gibt, kann man selbst am allerschwersten zu Herzen nehmen, nicht wahr?
Aber was weiß ich schon?
Ich bin weder Gott, noch Einstein, noch irgendein hochintelligenter Philosoph. Ich interpretiere nur meine vergangenen Lebenserfahrungen in meine gegenwertigen Lebensgeschehnisse. Und das machen viele Menschen. Immerhin ist die Vergangenheit das, was einen zu dem Ich macht, was man ist – aber nie bleiben wird. Das Ich verändert sich, bis zum letzten Tag. Das ist einfach so. Und das …. ach, wie unnötig. Sinnloses Gequatsche.

Jedenfalls möchte ich mich wieder mit dem luziden Träumen befassen. Das hatte ich ja vor fast 4 Monaten schon mal vorgehabt, was aber völlig unmöglich war. Der Stress, die ganzen Verluste in der Zeit konnten mir keinen ruhigen, erholsamen Schlaf erbringen. So dass ich mich so gut wie nie an irgendwelche Träume erinnerte. Dabei habe ich sogar nun bald zwei volle Traumtagebücher.
Eines davon ist innerhalb von einem halben Jahr voll gewesen. Das andere habe ich nun seit fast zwei Jahren…. und ein Drittel ist noch komplett leer. Ich muss mich öfter dazu aufraffen, meine Träume niederzuschreiben. Was relativ schwer ist, weil ich – wenn ich träume – so extrem lebendig, farbig und detailliert träume, dass es sich wie eine Kurzgeschichte liest.
Und manchmal denke ich so schnell, dass ich mit dem schriftlichen Schreiben nicht hinterherkomme … hört sich verrückt an – ist aber tatsächlich so. Da bin ich zum Beispiel noch bei einem Satz, während ich schon 5 Absätze weiterdenke und vergesse, was ich schreiben wollte… Ja, ich habe wirklich einen an der Klatsche. Aber – who cares?

Ich habe mir gedacht, dass ich meine Träume vielleicht einfach hier niederschreibe.
Klar, Träume sind etwas sehr, sehr Intimes. Das ist mir bewusst. Weshalb ich darauf achten werde, dass ich nicht alle Träume der Öffentlichkeit bloßstelle….. wobei mir das im Prinzip auch wieder egal ist.
Ich habe nichts zu verheimlichen.

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