„Die Liebenden“ & „Blindes Herz“

Die Liebenden

So berühre Du mich, wie ein Blinder

Singe mir Lieder, stumm wie ein Liebender

Und beschenke mich Deiner Blicke, die meine Seele streicheln

Betäubend meiner eigenen Schmerzen,

Mit der Macht, die ich Dir schenkte, o meiner eig’nen Hoffnung Willen,

Die toben wie ein leidenschaftlicher Sturm

Und niemals erblinden meine Unersättlichkeit

Welch’ Du in mir mit einem Hauch eines Herzenkusses erwecktest

Und Liebkosung hinterließt

Die wie ein Traum in den Wolken zerfließt

21. Jan. 2015

Blindes Herz

Endlich … so erlöst von einem Gefühl der Bedrückung
Durch einen Schrei der entleibten Seele
Durch Gedanken gezogen. Durch Tiefe meiner Bosheit, die versteckt
in einem schmutzigen Winkel.
Nicht für die Berührung Ihrer Hände; der dunklen Geister unsichtbarer Gestalt.
Ob Gold oder Pech – ganz allein mir gehörend.
Streichelnd von der Zärtlichkeit
meines eigenen Schmerzens Willen.
Weder gut, noch schlimm.
Doch so, o schreit die Wonne der grausamen Stille in mir:
Löse doch nun die Finger von der schneidenden Klinge des Gipfels schmalen Grat,
zwischen Hass und Liebe,
die ein blindes Herz zu erkennen vermag.

30. Dez. 2014

„ehrliche“ Schauspieler

Ich habe ja schon einmal erzählt, dass Larissa und ich uns tief im Herzen nicht besonders mögen. Also eine Freundin würde ich sie definitiv nicht nennen und ich würde auch keinen Kontakt halten, wenn wir nicht zwingend mehr etwas miteinander zu tun haben (müssen).

Ich weiß, dass es von ihrer Seite genauso ist (sonst würde sie ja nicht permanent irgendeinen Schmarrn über mich erzählen, über mich lästern).

Aber wisst ihr, was ich faszinierend finde?
Wie Menschen zu Schauspielern werden – zu ihrem eigenen Nutzen, um Stress und Streit aus dem Weg zu gehen.
Denn in der Arbeit verstehen Larissa und ich uns ganz gut.
Die Leute denken immer, wir wären gute Freunde. Pah.
Nein. Wir gehen zusammen in die Pause, lachen über unsere Erzählungen und haben sogar gemeinsame Insider.
Vielleicht, weil es unumgänglich ist, miteinander zu arbeiten. Vielleicht, weil wir beide wissen, dass sobald einer von uns die Krallen ausfährt, sofort eine ekelhafte Atmosphäre in der Luft liegen würde, und darauf hat weder sie, noch ich Lust, denn die eine und vermutlich auch einzige Gemeinsamkeit, die wir haben, ist, dass wir beide sehr harmoniebedürftig sind.

Eigentlich ist das doch gut, oder?  Wenn man denkt, das Schauspiel sei anstrengend und oberflächlich, dann stimmt das nicht. Erschreckenderweise ist es sogar beunruhigend einfach, so zu tun, als wüsste ich nichts von ihrem Hinterhalt, genauso wie sie ihr Wissen darüber verbergen kann, dass ich sie eigentlich gar nicht besonders gut leiden kann.

Manchmal sind Menschen Phänomene. Wenn auch oft dumme, zerstörerische Phänomene, aber sie sind … auf eine sehr gruselige Art und Weise intelligent.
Viel zu intelligent für ein lebendiges Wesen – oder?

Ich bin nicht immer stolz darauf, ein Mensch zu sein.
Ich finde es interessant, abenteuerlich und manchmal auch sehr aufschlussreich (wenn man die richtigen Menschen kennt), aber ich bin nicht stolz auf uns, auf die Menschheit, für ihren Hass, die Hetzerei, das Zerstören und Intrigen und diese morbide Leidenschaft, mit der sie dabei sind.

Ein Phantom zu lieben…

Dich zu lieben war eine Qual, eine Versuchung, eine Angst und eine Hoffnung in einer Welt, die es nicht gibt und es nie geben wir.

Dich zu lieben, schnitt mir Wunden in das Herz, begoss sie mit Gift, mit brennendem Schmerz.

Dich zu lieben war eine Welt in pechschwarz, nicht rosarot, keine Brille sondern Blindheit und Taubheit und, o Grauen, wie unangenehme Gänsehaut, im Schein der Täuschung und des Unwissens.

Dich zu lieben war Entzückung, war bezaubernd und berauschend, wie meine eig’nen Schmetterlinge auf masochistischem Wege Löcher in die Magengrube flatterten, meinem Herzen das Klopfen befahlen und es gleichzeitig in Fesseln legten, um es nicht entkommen zu lassen.

Dich zu lieben war mehr Traum als Realität. War mehr Stimme, war mehr Name, mehr Vermutung und viel mehr Worte, als Nähe, Haut und Wärme und der Duft, den die Luftpost auf sicherem Wege in die meine Hände fliegen ließ.

Es war mehr Schicksal, als Glück und mehr dunkel als hell.

Dich zu lieben, ohne dich je zu spüren, zu riechen, zu küssen, dich zu lieben, ohne Augen, ohne Haar, ohne Lippen, ohne Wahr… viel mehr Falsch und mehr Phantom, als echt und lebendig.

Eher eine sterbende, sickernde Hoffnung und Sehnsucht, die quälend ihren Weg in ein dunkles verebbendes Loch gräbt und stirbt.
Ganz allein
Für immer liebend.

„Wie kann man jemanden so sehr lieben, den man nie gesehen hat?“ (14.07.2011)

Eine liebevolle Chefin

Wie furchtbar das ist! Da klopft der Herbst an und begrüßt mich mit einer herzlichen Grippe – vielen Dank, du schöner Herbst.

Gestern musste ich mich von der Schule krankschreiben lassen, da ich in der Mittagspause beinahe umgekippt wäre. In der Nacht des Dienstages hatte ich hohes Fieber und in der Früh bemerkte ich den Schnupfen. Ich dachte mir allerdings, der wäre nicht so schlimm, dass ich deshalb den 2. Berufsschultag platzen lassen müsse. Falsch gedacht. Als wir um 10:15 Uhr in die „kleine Pause“ gingen, wurde mir Schwarz vor Augen und mich hätte es fast zu Boden gerissen. Als ich dann auch noch Kopfweh bekam, ließ ich mich zur Mittagspause, also um ein Uhr, von der Schule befreien.

Heute tauchte ich um 8:00 bei der Arbeit auf und gab Frau Flemming das Buch zurück „Die Achse meiner Welt“, da ich es in der Zeit, in der ich dann gestern ab 14 Uhr zu Hause war und mit Tee und den Katzen im Bett verbrachte, ausgelesen hatte.
Das Ende der Geschichte hatte mich nicht sonderlich überrascht, da ich mit sowas in der Art schon gerechnet hatte.

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Als ich also das Büro von Frau Flemming betrat und ihr das Buch reichte rief sie: „Sind Sie schon fertig?!“
Ich nickte.
„Ach was! Sie sind ja mit dem Lesen genauso schnell fertig, wie mit dem Datensätze bearbeiten. Sie lesen mir ja alle Bücher in diesem Jahr noch durch, wenn das so weiter geht“, sagte sie, und lachte.
Ich winkte ab, da das Buch „Feuer und Stein“, welches ich gestern dann auch gleich angefangen habe, so dermaßen dick ist, dass ich definitiv nicht so schnell damit fertig werde.
Dann sah sie mich aus großen Augen an und sagte: „Herrje! Sie hören sich ja furchtbar an, Frau V*! Sind Sie etwa krank?“
„Ja…. mir ging es gestern nicht so gut, deshalb musste ich mich auch von der Schule befreien lassen. Ich dachte aber, ich versuche es heute mal, in die Arbeit zu kommen.“
„Ehrlich gesagt wäre es mir lieber, wenn Sie jetzt gleich nach Hause gehen. Sie hören sich ja gar nicht gut an. Frau *Omser (Larissa), schnupft hier auch schon herum. Ich möchte euch Bazillenschleudern eigentlich gar nicht hier haben!“
Frau Fittes und ich lachten und ich winkte ab. So schlimm ist es nun auch wieder nicht….

Pah. Als ich heute ins Büromittellager ging, hätte es mich beim Treppensteigen fast wieder umgehauen, mir war extrem schwindelig.
*Martin, ein Kollege (neuer Azubi) von mir, der sich stockschwul anhört!, hielt mich fest und sagte zu mir: „Ich weiß ja, dass ich umwerfend bin, aber du brauchst das nicht so zu demonstrieren.“
Ich lachte ein wenig und bedankte mich.

Auf dem Weg zurück zur Arbeit (das Büromittellager ist ein paar Minuten Fußmarsch entfernt), fragte ich, ob Sofia etwa krank ist, da ich sie heute noch nicht gesehen habe.
Er sagte: „Scheint so.“
„Und *Marie auch?“ – ebenfalls eine neue Azubine.
„Ja. Beide seit gestern.“
„Aha“, sagte ich grinsend und sah ihn vielsagend an, „Ob da was nicht im Busch liegt?“
Er schielte zu mir und fing an zu grinsen „Ach. An was du schon wieder denkst!“ Sagte er mit seiner supercoolen schwulen Stimme – ich liebe es, wenn Männer so stockschwul klingen!
„Wieso? Ist doch möglich, oder? Ich habe gehört, es soll Menschen geben, die zwei Tage durchvögeln können.“
„Da ist was dran“, gab er grinsend zurück.
In dem Moment fuhr er mit dem Rollwagen (wie auch immer das richtig heißt) halb gegen die Bordsteinkante (dieses Ding ist aber auch saublöd zu lenken!) und sagte, total theatralisch „Ich fühle mich wie ein Besoffener mit diesem Scheißding hier!“
Ich musste lachen – viel weniger wegen dem Inhalt als wegen seiner Stimme.

Und kaum hatte ich das Gebäude mit ihm und dem Rollwagen betreten, bekam ich hööööölllische Schmerzen im Brustkorb… ich glaube, Gliederschmerzen oder so, denn sie ziehen sich inzwischen bis in die Fingerspitzen.

Frau Flemming bestand darauf, mich nach Hause zu fahren, aber ich lehnte ab, sie bräuchte nicht extra nach S* fahren, der Bus käme um 12:15, das kleine Stündchen würde ich auch noch aushalten. Was für eine liebevolle Chefin, oder?
Seltsam, sowas aus ihrem Mund zu hören, wo sie doch so furchtbar streng und unnahbar wirkt. Echt so. Wenn sie einen Raum betritt, erstickt man fast vor Ehrfurcht.
Naja… bestimmt ist das auch nur irgendeine Maske, die sie in der Arbeit anlegt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie eigentlich ein sehr herzlicher und hinreißender Mensch ist.

Und jetzt… sitze ich zu Hause, trinke schon wieder Tee bis zum Abwinken, lese und kuschele mit den Katzen

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…… großer Gott…. bitte alles, bloß keine Grippe!

Warum Beziehungen nicht immer ganz so einfach sind

Offiziell wohnen Kora und ich jetzt nun seit zwei Wochen zusammen. Jeder normale Mensch würde sagen, es ist verrückt, nach einem halben Jahr schon zusammen zu ziehen. Aber offiziell ist es noch inoffiziell. Das heißt, dass ich ja eigentlich noch die Wohnung vom Betreuten Wohnen habe – weil meine Essstörung ja noch nicht „ganz abgeheilt“ ist (Vollidioten. Wenn sie wirklich Ahnung hätten, dann wüssten sie, dass Essstörungen NIE „ganz abheilen“).
Nun ja. Stören tut es mich nicht. Immer noch besser als die Wohngruppe mit ihren Regeln für 10-Jährige. Mit 18 um 22:00 Uhr im Zimmer sein (ich glaub bei denen zwitschern die Spatzen auch nicht mehr ganz sauber!).

Nun, da wir eben erst vor zwei Wochen eingezogen sind und wir beide vollzeit arbeiten, ist es nicht ganz so einfach, diese ganzen verdammten Kartons leer zu räumen. Immerhin fühlen sich die Miezen inzwischen wie Zuhause. Sie haben ja ein eigenes Zimmer, mit hunderttausend (okay, ganz dezent übertrieben) Katzenkörbchen und Höhlen und Kratzbäumen, die uns unsere zuckersüße Vermieterin geschenkt hat.

Sie sind inzwischen so zutraulich, dass sie wie Dackel überall hin mitlaufen müssen, wo wir sind. Wenn Forrest (mein Liebling! – auf dem Foto der Kater auf meinem Bauch) alleine draußen im Gang herumgeistert und wir alle im Wohnzimmer sind, fängt ein Gewimmer und Gejaule an, als hätte man ihm etwas Schreckliches angetan. Und da Mr. Superschlau den Weg manchmal nicht alleine ins Wohnzimmer findet (er müsste nur geradeaus laufen, aber okay), muss man aufstehen und ihn holen. Dann lässt er sich erst einmal ordentlich auf seinen Po plumpsen, schaut einen mit riesigen Eulenbaby-Augen an und miaut vorwurfsvoll.

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Karlis Augen sind momentan ganz schon entzündet (die mit dem blinden Auge). Das bereitet uns etwas Sorgen. Jetzt kriegt sie wieder 2x am Tag eine Salbe in die Äuglein (das findet sie atemberaubend scheiße). Karli ist die kleine Prinzessin unter der Rasselbande. Sie sitzt die meiste Zeit einfach nur mit hoch erhobenem Kopf da und beobachtet mit einem einzigartigen Pokerface das Kino, welches ihre Geschwister und Balou (der Hund) abliefern.
Karli ist im Übrigen als Erste von Balou vollkommen akzeptiert worden .-)

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Missi, unsere kleine Schönheit, heißt jetzt eigentlich offiziell Kaya. Mir gefällt der Name allerdings überhaupt nicht und ich finde auch nicht, dass er zu ihr passt (aber Kora wollte den Namen unbedingt für sie). Ich hätte sie am liebsten Leila genannt. Ja, wie EI ausgesprochen, nicht wie Lejla. Aber Kora meint „Dann kannst du sie ja gleich Lejla nennen!“ Kora hat eigentlich nichts gegen Lejla, jedenfalls soweit sie das zugibt, aber sie findet scheiße, wie sie mit mir umgeht (findet Alfons im Übrigen auch). Aber was zwischenmenschliche Beziehungen angeht, lasse ich niemanden reinreden. Es geht niemanden etwas an, wen ich mag, wen ich in mein Leben treten lasse, und wen ich hochkant wieder hinausschmeiße.
Nun, Kaya ist also die „große Schwester“. Sie ist immer und überall dabei, wenn ihre Geschwister etwas machen. Sie wirkt ein bisschen wie ein Bodyguard. Wenn Kovu und Forrest auf Karli losgehen, baut sie sich vor den beiden auf und beschützt das kleine Fellbündel vor den Buben.

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Kovu (alias Yoda – das Alien von Star Wars) ist unser kleiner König. Er schläft eigentlich die meiste Zeit nur – und wenn er erst einmal schläft, dann richtig.
Wenn er allerdings herumläuft, muss er alles kommentieren und murmelt vor sich hin.

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Ich will inzwischen keinen von den vieren mehr weggeben…. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert…. Und artgerecht ist das auch nicht.

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Kora und ich….nun, ich bereue es nicht und habe es noch keine Sekunde bereut, mit ihr zusammengezogen zu sein. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wenn man nach Hause kommt und die Person auf einen wartet, die man liebt. Wenn vier Katzen, ein Hund und eine wunderschöne Frau auf einen zukommen, sobald man die Haustür auch nur einen Spalt weit aufgemacht hat und von allen liebevoll und freudig begrüßt wird.
Oder andersrum: Zuhause auf Kora warten, wenn sie von der Arbeit kommt (ihr im besten Fall schon etwas zu kochen) und dann den Abend gemütlich auf der Couch vor dem Fernseher mit vier kleinen Katzen auf der Schulter und auf der Brust ausklingen zu lassen.

Ich liebe Kora, wie eh und je.
Dass wir uns erst am 03.01.2015 kennengelernt haben, lass ich mal unkommentiert.
Das war einfach eine scheiß Situation (Paye und so weiter – eine andere Geschichte).
Dass wir uns an einer U-Bahn Haltestelle kennengelernt haben ist schon eher interessant.
Aber zu lang, um das jetzt hier auszubreiten (evtl. ein andere Beitrag).

Kora ist, in meinen Augen, die schönste Frau in meinem Leben. Ich liebe es, in ihre strahlend blauen Augen zu sehen, durch ihre Haare zu fahren und sie zu riechen, wenn ich sie küsse. Es ist ein Duft, wie er unvergleichlicher nicht sein kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Lippen jemals so perfekt auf irgendwelche anderen passen könnten als auf Koras, dass sich mein Körper wie ein Puzzleteil an ihren schmiegen kann – nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei irgendeiner anderen Person sich so schön anfühlen könnte, wie bei ihr.

Sie ist meine Frau. Ich liebe sie ohne Wenn und Aber.

Natürlich hat eine Beziehung allerdings auch ihre Kehrseiten – wie alles andere auch. Wir kennen inzwischen unsere Macken in- und auswendig, aber es gab noch nie großartig streit. Was mich zum Beispiel furchtbar nervt ist ihr ständiges Gemotze, wenn die Katzenbabys herumturnen. Sie hat einfach keine Erfahrung mit Hauskatzen und sie schimpft wegen jeeeedddeeeer Kleinigkeit. Das geht mir inzwischen so auf den Keks, dass ich ihr sage, sie kriegt den ganzen Tag (notfalls die ganze Woche) keinen Kuss mehr, wenn sie jetzt auch nur einen Ton sagt.
Am meisten keift sie rum, wenn die Kätzchen die Couch hochspringen wollen und am Leder abrutschen. Klar sieht das scheiße aus, aber wir haben extra die Couch von Vanne bekommen, weil sie ein Hund schon kaputt gerissen hatte und man diese eh nicht mehr verkaufen konnte. Kora selbst war es, die meinte „Ja, das ist eigentlich perfekt. Weil wenn die Katzen die Couch kaputt machen, ist das auch nicht mehr so wild.“ Ja klaaaarrrr! Aber dieses Gemotze und Geschimpfe kommt nicht nur alle paar Tage vor, nein, sondern jeden Tag, jede Minute (es sei denn, sie schlafen). Ich krieg mittlerweile schon richtig Kopfweh davon und Stresssymptome (ein Wunder, dass mir noch keine grauen Haare wachsen). Ansprechen kann ich sie darauf nicht, weil dann werde ich gleich mitgeschimpft. Darauf habe ich schon gar keinen Bock und halte lieber meine Klappe.

Und dann hat sie da noch diese eine Macke, bei der ich manchmal am liebsten mit dem Kopf direkt in die Wand laufen würde, um solange in Ohnmacht zu fallen, bis es vorbei ist.
Wenn Dinge verschwinden.
H-I-M-M-E-L-H-Ö-L-L-E!
Das wünsche ich keiner Sau.
Gestern Abend war das erst. Wir sind am Kartons auspacken und auf einmal fällt ihr ein, dass ein paar Disney-Filme fehlen. Sie kriegt Zustände, das glaubt man gar nicht. Stundenlang ist sie auf und abgerannt, in einem Wechsel von Wut, Trauer, Angst, Ärger und Frust, dann setzte sie sich wieder auf die Couch, vergrub das Gesicht in den Händen und seufzte wehleidig. Unzählige Male hörte ich den Satz „Schaahaaatz“, verzweifelt seufzen, „Wo sind die DVD’s?“
„Ich weiß es nicht“, sagte ich zum tausendsten Mal.
„Aber sie müssen irgendwo sein!“
„Ja, dann ist doch alles in Ordnung. Wir finden sie, wenn wir alles ausgepackt haben!“
„Aber…HMPF!“ Dann schmollt sie und seufzt wieder.
„Ja, was soll ich denn jetzt da bitte machen?“
„Helfen. Zu suchen“, sagt sie dann.
„Du hast ja wohl nen Sprung in der Platte! Ich werde jetzt ganz sicher nicht die ganzen Kartons da leer räumen und die Wohnung auf den Kopf stellen, nur weil du die blöden DVD’S gerade nicht findest.“
„Aber das macht mich so wahnsinnig!“
Und das geht die.ganze.verfluchte.Zeit so!
Nervig ist das.
Erst um 20 Uhr oder so habe ich sie endlich dazu bewegen können, sich endlich auf die Couch zu setzen, sich zu entspannen und die Klappe zu halten. Dann haben wir noch „Wenn ich bleibe“ angesehen (sie hat Tränen vergossen wie ein Monsun).

Klar gibt es immer wieder mal Streitereien, aber keine, die erwähnenswert wären. Es sind Kleinigkeiten, die uns manchmal aneinander aufregen. Zum Beispiel, wenn ich den Kätzchen Küßchen gebe (oh, das sieht sie gar nicht gern!), im Kleiderschrank herumwühle (da kriegt sie Zustände, die einem Angst machen) oder wenn ich vor dem Schlafen gehen nicht meine Hände wasche (wenn ich die Katzen vorher gestreichelt habe). Wütend wird sie auch, wenn ich ihr Handtuch für meine Haare benutze. Ich gestehe ihr lieber nicht, dass ich in der Wohngruppe drei Handtücher benutzt habe. Eins für meinen Körper, eines, wo ich meine nassen Haare einwickeln kann und dann nochmal eines, wo ich meine Haare neu einwickeln kann, wenn das andere Handtuch von meinen Haaren schon triefnass ist (ich bin einfach zu faul, meine Haare sofort zu föhnen – das dauert um die hundert Jahre!!!).

Dafür nervt es mich aber extrem, wenn sie ihre Klamotten einfach auf einen Haufen schmeißt (sie sagt, sie braucht eine „Ablage“ auf die sie die Klamotten legen kann, die sie nochmal anzieht – wie zum Beispiel unsere Jogginghosen, wenn wir von der Arbeit kommen und uns wieder umziehen).
Oder eben das pausenlose Geschimpfe mit den Katzen.

Alles in Allem aber ist es wunderschön, dieses Zusammenleben. Die Beziehung. Die Monogamie. Ich habe einfach kein Auge mehr für andere Frauen. Sie interessieren mich nicht, weil ich Kora habe. Ich will niemand anderen als sie, weil ich das Gefühl habe, wir sind wie füreinander geschaffen.
Es ist meine Erste Beziehung, und sie ist wunderschön und wird bisher eigentlich (fast) nur von positiven Aspekten begleitet.

Ich würde es nicht ändern. Alle Befürchtungen vor einer Beziehung sind einfach wie weggeblasen. Es ist perfekt. Sie ist perfekt.

Das Wir ist perfekt.

Hier herrscht der Alltag

Meine Eltern waren gestern zu Besuch.
Meine Eltern, meine Oma und meinte Tante. Da wir ja erst seit zwei Wochen in Koras neuen Wohnung wohnen, haben wir noch keine Küche (ja, leider war keine Einbauküche dabei), aber das war es uns Wert, weil die Wohnung dafür insgesamt umwerfend ist (komplett neu renoviert), schöne dunkle Parkettböden, strahlendweiße Fenster- und Türrahmen und Wände.
Jetzt dient die Küche also solange als Abstellkammer, bis wir es zeitlich endlich mal schaffen alles aus- und einzuräumen.

Am Samstag waren Koras Schwester Vanne und ihr Freund *Sebastian da, um die Wohnwand im Wohnzimmer anzubohren – endlich. Außerdem hängen jetzt auch die Schuhschränke und die neue Waschmaschine ist auch angeschlossen. Jetzt müssen wir nur noch die Zeit finden, um die Kartons alle auszuräumen, damit die Küche leer wird.
Wir haben uns ja jetzt die letzten zwei Wochen ausschließlich von bestelltem Essen ernährt (wir hatten ja nicht einmal ne Mikro, bis vor paar Tagen), sodass ich das Zeug nicht mal mehr sehen kann (Außer Sushi. Sushi geht immer).

 In zwei Wochen, allerdings, kriegen wir zu 99,99 % eine Küche quasi „geschenkt“. Vanne ist ja nämlich nun zu Sebi gezogen und sie braucht ihre Küche nicht mehr. Sie wollen sie uns übernächstes Wochenende mitbringen. Vanne weiß noch nichts davon, dass Kora ihr dafür Geld geben wird (oh, das wird ihr gar nicht gefallen).
Ich kann es kaum erwarten!
Endlich eine Küche.
Endlich kochen!
Endlich backen!
Endlich keine Fertiggerichte mehr!

Nun, als meine Mutter gestern die Tür betrat war das erste, was sie sagte: „Du hast schon wieder abgenommen!“ Ja klar… pffffft. Das sagt sie jedes mal! Auch, wenn ich eigentlich drei Kilo zugelegt habe. In ihren Augen nehme ich aber stetig ab – schön wär’s! Dann wäre ich ja schon längst ein Zahnstocher auf zwei Beinen.

 Außerdem habe ich in den letzten zwei Wochen wieder zugenommen (das sehe ich selbst bei nem halben Kilo). Als ich mich heute auf die Waage stellte, dachte ich tot umzufallen. Zwei Kilo! In zwei Wochen! Ich dachte, ich seh‘ nicht richtig!
Tja, das heißt wohl: Diät, Diät, Diät.
Sport, Sport, Sport.
Ich habe mir heute früh vorgenommen, am Abend, wenn es ruhiger und unbelebter wird, mit Balou eine große Runde um die Altstadt zu joggen – Ha.Ha. Ich und Joggen! Ich kann nicht joggen. Ich bin dafür einfach zu blöd (mal abgesehen von der Tatsache, dass ich selbst beim Spazieren auf einem 1 cm dünnen Stecken ausrutschen und auf die Fresse fallen kann!) Das kann ja was werden.
Eigentlich habe ich gelesen, dass Burpees viel mehr verbrennen, als Joggen, aber Burpees halte ich kaum aus. Nach 10 ist bei mir Schluss – und dann wackeln tatsächlich alle Beine und Arme wie warmer Pudding.
Ich gebe zu, ich bin ungefähr der größte Sportmuffel, den die Weltgeschichte je kennengelernt hat. Das ist natürlich sehr vorteilhaft, wenn man seine Kilos purzeln sehen will….

 Nun ja… es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Stimmts?

Immerhin hat es schon Mal mit dem Essen gut angefangen. Heute habe ich zu Mittag einen kleinen Beilagensalat bei der Erhebung mitgeben lassen und ihn zu Mittag gegessen, eine Tasse Cappuccino und die Welt sieht schon wieder besser aus.
277 kcal das Ganze.

Ich bin schon wieder so genervt von Larissa. Immer dieses rechthaberische Getue. Ich frage mich, ob sie überhaupt merkt, was für einen Scheiß sie zusammenredet.
Insgesamt ist alles irgendwie ein bisschen komisch-alltäglich. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass ich nichts Interessantes mehr zu berichten habe? Mein RL-Tagebuch ist schon seit Wochen leer und wartete nur darauf, wieder mit Geschichten gefüttert zu werden. Ich habe am Freitag letzte Woche etwas schreiben wollen, da gab dann mein Füller aber den Geist auf.
Beim Tagebuch schreiben bin ich ekelhaft penibel. Da kommt es auf keinen Fall in Frage, mit Kugelschreiber oder IRGENDeinem anderen Stift weiter zu schreiben (deshalb habe ich am Samstag auch denselben Füller nochmal 2x auf Vorrat gekauft).

 Frau Flemming hat mir heute zwei Bücher ausgeliehen .-) Einmal „Feuer und Stein“ und: „Die Achse meiner Welt“ (davon habe ich schon Mal was gehört). Ich vertraue auf ihren Buchgeschmack.
Wer Hermann Hesse und Nora Roberts liest, kann nur einen gescheiten Geschmack haben!
Die Bücher fange ich heute nach der Arbeit gleich mal zu lesen an.

 Allerdings muss ich jetzt erst die Erhebungsbögen eintragen.

 Uffz…. Also dann: ran an die Arbeit!

Wider dem Gehorsam! (Roboter)

Zeiten vergehen wie im Flug.
Zeiten heilen alle Wunden.
Zeiten sind selbst Elemente.
Zeiten sind genug, wenn sie richtig verwendet werden.
Zeiten, die wir uns nehmen, sind Zeiten, die uns etwas geben…

Es gibt eine Millionen Sprichwörter, die die Zeit beschreiben.
Aber was ist Zeit eigentlich wirklich? Sitzt ihr nicht auch manchmal vor diesem runden Ding da an der Wand, starrt auf die zwei, wahlweise auch drei (vor allem den dritten!) Balken, die uns Sekunden unseres Lebens zu nehmen versuchen?
Sitzt ihr am Arbeitsplatz und fliegt euer Blick auf die UHR – ja, dieses runde Ding! – und erschreckt, dass es schon wieder 16:55 Uhr ist, 17:00 Uhr, 18:34 Uhr, 00:00 Uhr und ihr schon wieder einen Tag älter seid?
Nein?
Nein. Ich nämlich auch nicht. Ich denke selten, eigentlich fast nie darüber nach, dass ich um einen Tag gealtert bin, einen Tag meinem Ende nähergekommen bin. Stattdessen schließe ich um 17:30 Uhr die Tür zu meiner Wohnung auf, atme diesen neuen Duft ein, der sich mir bald in das Hirn brennen wird und bewusst machen soll, dass das nun mein neues Zuhause ist, streife die Schuhe von den Füßen, werde von vier Babykatzen begrüßt und schmeiße mich erschöpft auf die Couch. Ich denke nicht darüber nach, dass jeder Atemzug, den ich verbrauche, theoretisch auch der letzte sein könnte oder der letzte Augenblick die farbenlose Wand in meinem Schlafzimmer sein könnte – weil ich ja theoretisch einschlafen, und nie wieder aufwachen könnte.
Nein, stattdessen denke ich darüber nach, auf wie viel UHR ich meinen Wecker stellen muss, um am nächsten Tag rechtzeitig aus dem Bett zu kommen und um 07:45 bei der Arbeit zu erscheinen, um dann bis 12:00 Uhr 5 Stunden zu arbeiten, dann 45 Minuten Zeit für meine Freizeit zu widmen und um dann um 13:00 Uhr wieder mit meiner Arbeit fortzufahren, bis ich um 17:00 Uhr aus dem Gebäude kontrollierter, gefragter Freundlichkeit, Stress, Telefon, Gespräche, Gespräche, Gespräche, Anstand und Nicht-Ichs trete und die „Guten Tag“-Zeit schon längst vorbei ist und mich jeder nur noch mit „Guten Abend“ grüßt, ohne dass ich überhaupt mitbekommen hätte, wo der ganze Tag hin verflogen ist.

Ja, verdammt!
Wo sind eigentlich die ganzen Tage hin?
Wo?
Habe ich nicht noch gestern mit meiner allerbesten Freundin in unserem Hof auf der Schaukel gesessen, habe Lieder aus Kinderfilmen gesungen und mir eingebildet, die Sonne würde nur deshalb scheinen?
Habe ich nicht vorhin erst mit meinen Grundschul-Freunden am Lagerfeuer gesessen, im Schwarzwald, als wir im Schullandheim waren?
Habe ich mich nicht erst letzte Woche bei einer Hochzeit aus dem Staub gemacht und mich unter einer Treppe versteckt, damit rund 200 Gäste besorgt nach mir suchten?

Die Zeit ist einfach scheiße. Sie übt Druck aus, Stress, Streit… Natürlich hat sie auch ihre Kehrseiten, so wie alles andere auch. Aber wenn ich an die Zeit denke, ist das erste Gefühl, was mich überkommt meistens Ärgernis. Nur selten denke ich mir: „Endlich! Feierabend! Nach Hause!“ Dabei ist es im Endeffekt doch nur ein Glücksruf in die Zukunft. (?) Werde ich mich als 80-Jährige – falls ich überhaupt 80 werde – dafür hassen, dass ich „endlich“ rief, wenn mal die Zeit schneller verging?

Und überhaupt? Wo ist das ganze letzte Jahr hin? Wo sind die ganzen Menschen hin, die ich letztes Jahr kennen gelernt habe?
Und wie viele von denen, die ich kannte, sind gegangen?

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin die Einzige, die darüber nachdenkt. Alle Menschen um mich herum funktionierten einfach nur. Sie laufen herum, reden, handeln wie Roboter.
Liegt das etwa auch an der Zeit?
Wer weiß? Vielleicht?
Sie ziehen Gesichter, wie 7 Tage Regen.
Eine Mutter mit dunklen Ringen unter den Augen und heruntergezogenen Mundwinkeln, die sich die ganze Zeit im Kopf aufreiht:

  1. Kind vom Kindergarten abholen.
  2. Einkaufen fahren
  3. Kochen
  4. Staubsaugen (am besten auch Fensterwischen) also:
  5. Fensterwischen
  6. Badewanne für das Kind einlassen
  7. Kind ins Bett bringen

Komisch, dass in diesen langen Listen, die die meisten Menschen in ihrem Kopf eingespeichert haben, wie ein schlechtes Omen, kein einziges Mal etwas Erfreuliches steht. Zum Beispiel:

  • Mit Kind noch ein wenig auf der Couch kuscheln (nach dem Baden, aber wenn es zu spät ist, dann doch lieber ins Bett – ist ja nicht so wichtig, wie pünktlich schlafen gehen)
  • Mit dem Partner schick zu Mittag- oder Abendessen gehen (vielleicht schaffe ich es zeitlich nicht – anderes hat höhere Prioritäten)
  • Am Wochenende vielleicht mit einer guten Freundin einen gemütlichen Kinoabend veranstalten (aber da ist ja noch die Schulaufgabe am Montag, eigentlich muss ich das Wochenende durchbüffeln – ist irgendwie wichtiger)

Warum richten wir uns eigentlich immer nach anderen Menschen? Warum tun wir so selten das, was wir wirklich tun WOLLEN?

Ja, warum setz ich mich eigentlich nicht einfach in so ein verdammtes Flugzeug mit einem blöden Rucksack auf der Schulter und verlasse diesen beschissenen Alltag in dem ich überwiegend nur funktioniere und fliege nicht nach Kioto oder Irrland oder Akkaba?
Ich verschwende so viel ZEIT meines Lebens für die Arbeit, für das Geld, um so zu sein, wie es heutzutage wie selbstverständlich angesehen wird? Zu einem funktionierenden, perfekten Etwas.

Nein, das sehe ich nicht ein. Die ganze Welt orientiert sich nur noch nach dem Gehorsam. Nicht ich. Ich werde nicht so sein, wie es andere von mir wollen. Ich bleibe, wie ich bin. Ich werde sagen, was ich denke, ich werde herumlaufen, wie ich will – und wenn ich bei 25 Grad eine Jacke trage, weil mir kalt ist, dann trage ich bei 25 Grad eine Jacke! – ich werde nicht springen, wenn man mich ruft, ich werde nicht mein ganzes Leben nur der Arbeit und dem Alltag widmen.

Denn, gottverdammt, das ist MEIN Leben. ICH darf darüber bestimmen, WAS ich mache, WIE ich es mache, OB ich es mache.
Ich will nicht vernünftig sein! Ich will nicht tun, was ich tun MUSS, ich will tun, was ich tun will, und wenn es noch so unvernünftig ist.

Die Zeit, die vergeht, kriegt man nie wieder zurück.  Also, warum tut man nicht einfach einmal das, was man will? Man hat doch eh nichts zu verlieren! Man arbeitet ein Leben lang, um ein Gebäude zu bezahlen, das man putzen muss. Den Körper sieht man häufig nur noch als Hülle, die Nahrung und Infos braucht, um zu leben. Am Ende ist man 65, geht in die Rente und kann sich seine Träume eh nicht mehr erfüllen. Das Haus ist abbezahlt, die Kinder erwachsen und ausgezogen, und hat man dann mit Ende 60 überhaupt noch die Kraft, sich einen Rucksack über die Schultern zu werfen und um die Welt zu reisen? Fallschirm zu springen oder nackt bei Vollmond im See baden?

Ich werde nicht warten.
Ich lebe im Jetzt und nicht für die Zukunft.

Versteht das doch endlich, man. Seid doch nicht immer so verdammt vernünftig und langweilig!

Seid doch einfach mal IHR.
Seid FREI!

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