Sie möchte eine Autobiographie & „So ist Mark“

Ich habe ja ab und zu erwähnt, dass ich nun eine Therapeutin gefunden habe, mit der ich mehr als zufrieden bin. Es war eine Bauchentscheidung, es kann also nur gut sein.

In unserem ersten  Gespräch ging es eineinhalb Stunden (ja, sie hat sich 45 Minuten mehr Zeit für mich gelassen, als sie hätte tun müssen) ja bloß um Mark und Kora und mein schlechtes Gewissen und meine Ängste um die Beziehung und die Zukunft und Entscheidungen und und und. Eigentlich war das ein ganz gutes erstes Gespräch, weil ich dadurch gemerkt habe, dass sie und ich auf komplett einer Wellenlänge sind… (wie habe ich sie nochmal genannt??!!! …. keine Ahnung… nochmal ein neuer Pseudoname – sorry -) Frau *Klaas hat viele Ansichten mit mir geteilt, zum Beispiel auch die, dass ein Mensch gar nicht monogam sein kann. Eine andere Sache ist natürlich die, ob er es sein will.  Nun, ich habe Respekt vor Menschen, die es sein wollen und können. Ich habe das Problem, dass ich es gar nicht könnte, selbst wenn ich wollte (auch wenn die Frage des Wollens für mich in dieser Sache ein Mindfuck ist). Das liegt schlichtweg daran, dass ich zu viele Menschen lieben kann. So sehr, dass ich meistens nicht einordnen kann, was für eine Art von Liebe das ist. Schwer zu erklären.

Jedenfalls… ich bin froh, dass ich bei unserem Erstgespräch nicht gleich über meine Kellergeschichte und die Zeit in der Schule etc. erzählen musste, sondern dass sie auch komplett auf ein völlig unabhängiges Thema einging, eines, wegen dem ich mich nicht einmal gemeldet hatte.

Letzte Therapiestunde war es genauso. Nur erzählte ich ihr, dass nun alles viel geklärter ist. Ich meine, in mir. Die Situation zwischen Mark, Kora, seiner (mittlerweile) Ex-Freundin und mir ist immer noch Chaos pur. Denn Mark wohnt jetzt immer noch bei *Selina (also seiner Ex). Mark ist ein sehr feinfühliger und selbstloser Mensch – so habe ich ihn zumindest kennen gelernt. Er scheint ganz schön kaputt zu gehen, dadurch, dass er immer noch mit ihr unter einem Dach lebt. Der Grund für die Trennung war ja nicht ich. Sagt er zumindest immer und versichert es mir heute noch so oft, wie wir auf das Thema kommen. Ich glaube ihm, denn er erzählte mir ja schon bevor wir wussten, dass da zwischen uns mehr ist, als eigentlich sein dürfte, was das Problem zwischen ihm und Selina ist. Er fühlte sich einfach kraftlos, was weniger an ihr, sondern viel mehr an ihrem Sohn lag, der gerade mal 18 Monate ist und in einer echt nervenzerreißenden Phase. Er meint, er hätte dadurch nur festgestellt, dass er nie ein Kind haben möchte. Nicht, dass er Kinder nicht möge, aber er hätte in der Beziehung mit Selina einfach gemerkt, dass er sich nicht um so einen kleinen Wurm kümmern kann. Dass ihm das über den Kopf wächst. Was ich verstehe. Er hat bei der Kripo echt beschissene Arbeitszeiten…. wenn er an einem Freitag zum Beispiel in die Nachtschicht muss, muss er versuchen am Tag zu schlafen. Das geht halt nicht, wenn ein eineinhalbjähriger, kleiner Wurm da in der Wohnung sitzt und lacht und brabbelt oder einfach aus Zorn schreit. Mark ist häufig sehr müde, und das tut mir so leid.
Er mag den Kleinen, sagt er. Er ist süß und im Gegensatz zu anderen Kindern vermutlich sogar noch ein Traumkind, aber er sieht einfach keine realistische Zukunft.

Ich habe ihm mal geschrieben, dass ich mir Sorgen mache und ob er sich wirklich sicher ist, dass er die Trennung will (das war, als sie noch nicht getrennt waren). Ob er sich sicher ist, dass es nicht nur so eine akute, blöde Tiefphase ist, in der viele Menschen meistens keinen Ausweg mehr sehen, als eine absolute Entscheidung, die das Leben verändern soll. Ich habe ihn gefragt, wie es wäre, wenn er Selina und den Kleinen nach 5 Jahren zufällig über den Weg läuft und sich denkt: „Und dieser kleine Junge hätte mal mein Sohn werden können.“ und es dann bereut, sie gehen gelassen zu haben. Darauf meinte er dann nur, dass wenn er sie wirklich in 5 Jahren wiedersehen sollte, er hofft, dass sie einen Mann gefunden hat, der sie glücklich macht. Er wäre nicht der Richtige. Er täte ihr sicher eine zeitlang gut, aber nicht ein ganzes Leben.
Wisst ihr, Mark denkt so schlecht von sich, was ich gar nicht begreifen kann. Er ist vermutlich der selbstloseste Mensch, den ich je in meinem Leben kennen gelernt habe. Er ist so feinfühlig und sensibel, dass es eigentlich kaum sein kann, dass diese ganzen Eigenschaften in einem MANN verpackt sind (Achtung, da meldet sich mal wieder mein Schubladendenken 😀 ). Ich versuche ihm immer vor Augen zu halten, was für ein toller Mensch er ist – in erster Linie ein Mensch! – allein schon die Tatsache, dass er mich überzeugen konnte, dass Männer keine Monster und schwanzgesteuerten Arschlöcher sind, ist ein Weltwunder. Ich glaube nicht, dass es jemals ein anderer Mann geschafft hätte, mich davon zu überzeugen.
Er denkt so viel für Selina, nicht für sich selbst. Allein eben das Thema mit dem Ausziehen. Mit ihr unter einem Dach zu wohnen, macht ihn kaputt. Das sehe ich. Das bekomme ich mit. Und vor allem spüre ich das. Er sagt, sie ist ein furchtbar lieber Mensch, sie hätte nicht verdient, was er ihr antut (und ich frage immer, was er ihr denn bitte antut – dass er sie nicht liebt?! – aha)?

Vielleicht ist sie das auch, ich weiß es nicht, ich kenne sie nicht. Aber die Geschichten, die er mir erzählt, die sie in letzter Zeit mit ihm anstellt… die finde ich hochgradig manipulativ. Ich glaube, sie weiß ganz genau, wie sensibel und aufmerksam er ist, und das spielt sie aus. Allein diese eine krasse Geschichte mit den Fotos auf dem Küchenboden.

Die war erst vor wenigen Tagen. Er war schon im Büro gelegen (er schläft ja seit einiger Zeit im Büro – also getrennt von ihr) und hörte es auf einmal scheppern und wühlen. Er ging irgendwann raus, weil er wissen wollte, was sie schon wieder macht, da war sie gerade dabei, die ganzen Fotos von sich und ihm aus den Bilderrahmen zu nehmen. Er hatte sie gefragt, was in Gottes Namen sie da anstellt – was sie geantwortet hat, habe ich vergessen – jedenfalls hat er dann nur den Kopf geschüttelt und ist zurück in das Büro. Er war erschöpft. Von dem ganzen Seelentreten, das in letzter Zeit eigentlich täglich vonstatten geht. Deshalb hat er sich einfach wieder zurück gezogen. Eigentlich ist es egal, was er gemacht hätte. Denn er kann machen was er will – er macht sowieso alles falsch. Diesen Eindruck habe nicht  nur ich, den hat er auch selber geäußert. Selina kann man es einfach nicht recht machen, momentan. Was ich zum Teil auch verstehe. Sie liebt ihn, sie ist verletzt, sie hat Angst.
Jedenfalls hörte er dann irgendwann, wie sie die Wohnung verließ. Als er dann wieder aus dem Büro kam, lagen auf dem ganzen Küchenboden Fotos in hunderte Stückchen zerschnippelt verstreut.
Warum macht man sowas, frage ich mich?! Mir kam da ganz klar der Gedanke: Sie wollte, dass er es sieht und ihm damit zeigen, wie verletzt und wütend sie ist und ihn hintenrum auffordern, auf sie zuzugehen und zu trösten (oder so). Sowas nenne ich Manipulation.

Das Problem ist nur, er hat schon zu oft versucht, ein Gespräch mit ihr zu führen, es ihr zu erklären. Aber das geht nicht, denn Selina ist wohl so ein Mensch, der pausenlos unterbricht, ihm ihre eigenen Wahrheiten an den Kopf knallt und sich dann sinnbildlich die Ohren zuhält und laut „LALALA“ singt. Im Realfall fängt sie dann das Weinen an und haut ab. Mit einer Wahrheit, die SIE sich zusammengebastelt hat, ohne sich seine Meinung oder seine Richtigstellung dazu anzuhören.
Er hat in gewissermaßen also gar keine andere Chance, als einfach zu flüchten – auszuziehen, und das ganz hinter sich lassen. Denn wie gesagt, die Sache mit den Fotos auf dem Küchenboden ist nur eine Sache, die er mir erzählt hat.

Er fühlt sich nicht wohl, und als ich ihn das letzte Mal getroffen habe, habe ich es ganz extrem gemerkt und gespürt. Ihm ging es dermaßen schlecht, dass ich teilweise sogar mit ihm mit litt. Ich habe an dem Tag versucht, ihn aufzuheitern. Erst habe ich ihn fest in den Arm genommen und eigentlich kaum noch losgelassen. (Ja, das Bild stelle ich mir auch komisch vor – eine 19-Jährige nimmt nen 38-Jährigen KRIMINALKOMMISSAR zum Trösten in den Arm). Dann habe ich angefangen von meiner Arbeit zu erzählen, wie ich mich zum Beispiel vor der Chefin im Spendenreferat blamiert habe.

Ich stand nämlich am Drucker und Cip und Larissa standen neben mir und unterhielten sich mit mir. Irgendwas aus dem Gespräch ergab sich, dass ich kurz richtig glücklich oder gut gelaunt war und hielt mein bekanntes „Freudentänzchen“ (so ein kleines „Popowackeln“…).. dabei habe ich nicht gemerkt, dass ich mit dem Hintern direkt vor der offenen Tür zum Spendenreferat stand und erst als Larissa und Cip sich so das Lachen verbeißen mussten, dass sie knallrot anliefen, drehte ich mich um und sah in das entsetzte/verwunderte Gesicht der Chefin des Spendenreferates.
Als ich merkte, dass ihn diese Geschichte amüsierte, erzählte ich ihm noch ganz viel von meinen Kollegen und vor allem über Melly, dem Mädchen, das im 1. Ausbildungsjahr ist und mit der ich mich besser verstehe, als mit irgendjemandem anderen hier im Betrieb.
Ich konnte ihn tatsächlich ein wenig ablenken und ich finde, als er mich nach Hause fuhr, wirkte er schon wesentlich entspannter.

Nun ja…. jedenfalls sprach er nochmal den Umzug an… dass Selina ja eigentlich schon lange nach einer Wohnung sucht, aber als Alleinerziehende fände man wohl schwerer eine Wohnung, als als Arbeitsloser.
Er hätte da als Beamter natürlich wesentlich weniger Probleme, aber er kann sie nicht alleine lassen. Er sagt immer, sie tut ihm so leid und er fühlt sich schlecht, dass er sie so verletzt und wenn er sie alleine mit einem Kind und einer Wohung stehen lassen würde. Er sagte, wenn er auszieht, müsste er ihr noch einen Teil der Miete für die Wohnung zahlen, weil sie das alleine nicht zahlen könnte. Aber das ist eher das wenigere Problem. Das größte Problem ist sein Gewissen und seine Gefühle, sie quasi wirklich mit großen Problemen alleine stehen zu lassen.

Er hat ja teilweise auch recht. Allerdings frage ich mich, ob es das wert ist, dass er sich dadurch selber zerstört. Ihm geht es Tag zu Tag schlechter und ich kann nichts dagegen tun, ich kann nur zusehen, wie er immer kaputter geht und das tut mir weh, weil ich so gerne irgendwas tun würde, damit es ihm wieder gut geht. Er sagt zwar immer, dass ich momentan sehr viel dazu beitrage, dass er sich nicht komplett leer fühlt und er sich durchweg wohl fühlt, wenn er mit mir zusammen ist oder wir schreiben. Aber das bringt ja auf Dauer auch nichts, wenn er nichts an seiner momentanen Situation ändert. Außerdem fängt er an, sich zurückzuziehen. Er hat kaum Lust, aus der Wohnung zu gehen, hat keine Motivation. Relativ ähnliches Muster, wie nach seiner letzten Trennung (nach 6 Jahren), in der ihm fast die Decke auf denKopf gefallen wäre. An dem Tag, an dem es ihm so schlecht ging, habe ich ihm echt heftig in den Arsch treten müssen, um ihn zu überreden, nach draußen zu kommen und sich mit mir zu treffen. Aber immerhin habe ich es geschafft, dass wir dann noch wenigstens 45 Minuten Zeit hatten. (Der besagte Tag, als ich ihm von der Popoaktion erzählt habe).

Das letzte, was ich will ist, dass er sich komplett gehen lässt. Ich kann vielleicht nicht viel an seinem Gefühlszustand und seinem Gewissen gegenüber Selina ändern. Aber wenn er sich aufgibt, werde ich ihn noch lange nicht aufgegeben haben und immer weiter versuchen, ihn zu motivieren, aus seinem Schneckenhaus zu bekommen. Ich glaube, das könnte mir ganz gut gelingen… Er muss einfach sehen, dass das Leben auch ohne Partner schön sein kann.

Jedenfalls – er MUSS etwas ändern. Der einzige Weg ist eigentlich wirklich nur der, dass er endlich aufhört so beschissen selbstlos zu sein und einfach mal an sich denkt und auszieht. Selina wird das schon schaffen. Dann zahlt er halt noch einige Zeit die Miete ein wenig mit, wenn er sagt, das sei kein Problem. Er muss sich einfach von seinem Gewissen lösen.
Außerdem, ganz ehrlich? Vermutlich täte es Selina auch nicht schlecht, die räumliche Distanz zu ihm, meine ich.

Aber was hat das jetzt alles eigentlich mit der Autobiographie und meiner Therapie zu tun?!?! Mann, da bin ich wieder völlig vom Thema abgerutscht.

Jedenfalls, ja, Frau Klaas möchte eine Autobiographie von mir. Sie denkt nämlich, das ist die einzige Möglichkeit, dass sie mich mal besser kennen lernt. Denn obwohl sie sich die letzten Termine echt viel mehr Zeit genommen hatte, als sie müsste (eine reguläre Stunde geht eigentlich 45 Minuten. Mir gab sie jeweils 90!!!), schaffen wir es einfach nicht, uns wirklich über mich und meine Vergangenheit zu unterhalten. Eben weil momentan so viel anderes los ist.

Puh… also denn… ich mach mich jetzt mal an die Arbeit. Selbsttherapie durch Autobiographie. Juchu…………..Nicht.

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One thought on “Sie möchte eine Autobiographie & „So ist Mark“

  1. So, liebes Mädchen, das da hinter’m Monitor sitzt :o)
    Ich habe jetzt die letzten Beiträge von dir verfolgt, wobei ich nicht mehr weiß, wie ich auf deinen Blog gestoßen bin. Seit dem Tag habe ich immer wieder mal hier vorbei gesehen. Vermutlich aus Interesse, vielleicht aber auch aus Neugier.

    Du machst auf mich einen sehr zwiespältigen Eindruck. Einerseits erschreckend stark und mutig. Du bist für andere Menschen da und versuchst sie aufzubauen. Du versuchst die Welt besser zu machen, ohne dafür etwas zu erwarten. So eine Eigenschaft sieht, hört, liest man in der heutigen Gesellschaft selten bis gar nicht und ich frage mich, woher dir diese Eingebung kommt, so zu handeln oder zu leben, wie du handeln oder leben willst? Dazu muss ich dir allerdings etwas sagen, was dir nicht gefallen wird: Du wirst die Welt nicht besser machen können, denn das Gegenpol des (sagen wir mal) „Bösen“, also Schlechten und Schwarzen in dieser Welt ist leider sehr viel größer, als das, was du vorhast. Ja, wenn Schmerz und Angst etc. pp. eine Macht wäre – da hast du Recht – dann hätte diese Macht (leider Gottes) Überhand, in der heutigen Zeit. Wie und warum das so kam und nun so ist, wie es ist – Frage der Zeit.
    Du bist 19. Du hast noch dein ganzes Leben vor dir. Herrgott, wenn ich daran denke, was ich mit 19 Jahren noch alles gemacht habe. Solche Gedanken, wie du sie jetzt schon hast, hatte ich nicht einmal vor zu haben. Du bist erstaunlich reif für dein Alter und ich weiß nicht, ob das gut oder schlecht ist – vielleicht auch beides. Denn auf einer Seite tut es mir leid, dass ein Mädchen in so jungen Jahren schon so dermaßen viel erlebt hat (haben muss), dass es sich jetzt schon mit solchen schweren Dingen beschäftigt, wie es „die Welt besser machen“ kann. Und noch mehr traurig macht es mich, weil ich weiß, dass du definitiv enttäuscht wirst. Wenn nicht sogar überwiegend das.
    Womit ich dein Vorhaben nicht schlechtreden – und schon gar nicht dir ausreden – will. Bleib so, wie du bist. Das ist bezaubernd!

    Andererseits las ich dann allerdings hier auch einen Beitrag, der mich ordentlich erschüttert und verstört hat und ich mich dachte, das kann kaum ein und dieselbe Person geschrieben haben, so verzweifelt und hoffnungslos, wie das geschrieben war. Ich hatte (vermutlich ist das so ein Beschützer- oder Mutterinstinkt) das große Bedürfnis, dich in die Arme zu nehmen und festzuhalten und wurde wütend, weil das scheinbar kein Mensch in deiner Umgebung macht. Da stellte sich mir dann die Frage, wenn du für so viele Menschen da sein möchtest, da BIST, wer ist dann eigentlich für dich da? Selbst wenn du einen starken und oftmals sorglosen und optimistischen Eindruck machst, diese akuten Suizidgedanken kommen nicht von Irgendwo. Eigentlich sollte das ein ganz klares Zeichen sein, dass du niemals allein, nicht mit dem was in dir ist (seelische Schmerzen, deine Vergangenheit, die du ja sehr offensichtlich nur verdrängt – nicht verarbeitet – hast), klarkommen kannst/solltest.

    Du hast eine Therapeutin gefunden. Das ist gut. Aber das war’s auch schon. Was du brauchst, ist etwas, was du dien Leben lang nie hattest: Eltern. Du schreibst selbst, du hast keine Eltern, lediglich Erzeuger. Ich möchte nicht über deine Familie urteilen. Nicht über die Menschen, die dich großgezogen und sich um dich gekümmert und dich geliebt haben und ganz sicher auch immer noch lieben. Dennoch hört sich das für mich so an, als hätten sie dir nie das gegeben/geben können, was ein Kind braucht: Zuneigung, Liebe, Geborgenheit. Irgendwo vielleicht auch ein Zuhasue. Etwas, wo du dich verlassen kanns…. (lass dir das Wort „verlassen“ mal durch den Kopf gehen – für mich heißt das, dass ich mich bei gewissen Menschen voll und ganz VERLASSEN kann – aus meinem Körper treten kann, mich gehen lassen kann. Ich denke, du verstehst mich ;o))

    Du brauchst nicht (nur) eine Therapie, du brauchst einen Menschen, dem du dein „inneres Kind“ (verzeih‘ mir, wenn das jetzt sehr spirituell klingt), in die Hände legen kannst. Denn, herrje(!!!) du BIST ja zum Teil noch selbst ein Kind!

    Du hast eine wundervolle Eigenschaft und ein tolles Ziel, was ich dir nicht ausreden will und werde. Halte an deinem Traum fest, die Welt besser zu machen, Menschen glücklich zu machen, aber, um Himmels Willen, denke nicht, du könntest mit deinem Kummer alleine klarkommen. Denn das schaffst du auf Dauer nicht. Glaub mir das. Denk an dich. Sorg für dich.

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute, liebe Abeo.
    Und vor allem wünsche ich mir von tiefstem Herzen, dass du diesen Menschen findest, bei dem auch du dich fallen lassen kannst.

    LG
    Elise

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