Einfach mal annehmen

Ich habe heute darüber kurz nachgedacht und überlegt, ob ich dem Gedanken mal mehr Raum und in den Fluss lassen soll….pff…. gute Frage und anstrengende Vorstellung.

Ich versuche ihn hier einfach mal temporär festzuhalten. Wenn ich auf den Geschmack komme, ihn auszureifen, dann wird das passieren, wenn nicht, dann eben nicht. Ich mache mir selbst keine Versprechen, denn ich rede viel, wenn der Tag lang ist.

Ich sollte annehmen, was ist.

Ich frage mich, wieso mir das alles mit Carmen so irreal vorkommt. Wieso ich mich immer frage, „womit ich eine Frau wie sie verdient“ hätte.

Dummer Gedanke. Einer der dümmsten Gedanken und Fragen die ich mir vorstellen kann, weil das bedeutet, dass ich mit mir selbst irgendwo noch im Unreinen bin, dass ich irgendein Problem oder Komplex habe.

Ich sollte mich eher fragen: Wieso nicht?

Wieso soll Carmen nicht dasselbe Universum in meinen Augen sehen, das ich in ihren Augen sehe? Wieso kann ich nicht dankend und still annehmen, wenn sie sagt, dass ich sie entzücke, sie mich faszinierend und bezaubernd findet? Wieso tue ich das immer ab? Wieso beschwichtige ich diese Empfindungen.

Vielleicht weil ich misstrauisch bin. Keine Ahnung.

Ich meine, eine Frau wie Carmen, die kann ich tatsächlich meine Traumfrau nennen. Denn sie ist das, was ich schon immer in meiner Zukunft gesehen habe und die ich im letzten Jahr auch häufig gefühlt habe. Ich habe oft gesagt, dass ich das Gefühl habe, dass da draußen irgendwo mein Puzzlestück auf mich wartet. Ist das nicht komisch?

Und sie sieht wirklich so aus und IST so, wie ich es mir immer erträumt habe. Die langen, braunen Haare, diese sommerlichen, grün-braunen Augen, ihre feminine Art, ihre Lebensfreude, die Tatsache, dass sie ein Herzmensch ist, aber auf gesundem Niveau alles objektiv durchkauen kann, die Intelligenz – und ich rede nicht von Bildung, nicht von diesem angelernten Wissen, sondern von der Klugheit/Weisheit, die in ihrem Herzen steckt und in ihren Adern fließt wie Blut.

Sie fasziniert mich mit jedem ihrer Blicke, mit jedem ihrer Worte, mit jedem Lachen und jedem Lächeln. Ich liebe sie bedingungslos und seit einiger Zeit weiß ich, dass genau dieselben Gefühle auch von ihr kommen. Sie schenkte mir letzte Woche einen Text, der ihr hochkam. Er ist wunderschön, ich will ihn für mich behalten. Aber es gibt zwei Absätze, die mich sehr bewegten und die ich mit euch teilen möchte:

„(..)
Ich verliere mich
In den Tiefen deiner Seele
Sehe dich
Sehe mehr, als diese Welt.
(…)
Du faszinierst mich
Glücksmoment – ich bin entwaffnet.
Ein ewiger und doch zu vergänglicher Moment.“

Sie überrascht mich jedesmal in letzter Zeit. Ich merke, wie sie immer mehr aus ihrem Kopf herauskommt und ihrem Gefühl mehr Raum gibt – und das macht mich glücklich. Weil ihre lauten Gedanken mich so traurig machten. Die so laut waren, dass ich sie spüren und rattern hören konnte, dass sie mich mit-erdrückten, obwohl es IHRE waren.

Sie fängt an loszulassen. Sie fängt an kopflos zu sein, und das finde ich so schön, dass ich vor stummer Freude laut schreiend und hocheuphorisch in meinem Inneren durch irgendwelche illusionären Welten springen könnte.

Ich liebe sie.

Unser Puzzle setzt sich seitdem viel leichter, viel weicher und viel realer zusammen. Ich habe das Gefühl, dass wir einfach zusammenspielen, dass es endlich harmoniert, wie eine Musik, die ihre melodischen Oktaven gefunden hat.

Ich muss aufhören alles zu hinterfragen. Ich muss aufhören misstrauisch zu sein. Ich muss aufhören mich zu fragen, ob das wirklich sein kann. Ob es wirklich sein kann, dass meine (Wort wörtlich und im übertragenen Sinne) Traumfrau die selbe bedingungslose Harmonie in ihrem Herzen fühlt, wie ich in meinem, wenn ich sie ansehe.

Natürlich ist der Altersunterschied diesmal mit 15 Jahren dezent herausfordernd, aber dieses Problem besteht in ihrem Kopf, nicht in meinem. Ich darf mir die Schranken, die Grenzen, die in ihr liegen, nicht zu meinen machen, denn ich bin frei. In mir existieren momentan keine Grenzen, in mir ist alles offen, alles  frei und alles leicht.

Und sollte sie sich irgendwann wagen, sich fallen zu lassen, dann werde ich bereitstehen und ihr ein Meer aus Rosen aus meiner Hand pusten, die ihr den Fall erleichtern, die ihr den Fall abpolstern, duftend und streichelnd.

Und wenn nicht, dann ist das auch okay. Denn ich will einfach nur genießen. Ich werde diese Zeit genießen. Nein, nicht diese Zeit. Ich möchte jeden Augenblick mit diesem Gefühl genießen und leben. Um alles andere mache ich mir keine Gedanken.

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